Wenn Xi Jinping wieder in der Küche steht

Wenn Horst Seehofer, der Ministerpräsident von Bayern, wieder in der Küche steht, denkt er: „Hätte ich nur etwas mehr Zeit für mein Amt. Ich möchte mich der grossen Verantwortung möglichst ganz hingeben.“ – Wenn auch du die grosse Verantwortung deines Amtes, deines Berufes, deiner Gemeinschaft spürst und wahrnehmen willst: stehe nicht in der Küche.

 

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Als ich unserer Köchin sagte, dass ich noch froh wäre, wenn sie in freier Zeit durch Ausprobieren die vergessene Kombination des Zahlenschlosses eines Koffers herausfinde, sagte sie nein, das tue sie nicht. Okay, dachte ich, dann mache ich das am Wochenende. Und ich weiss, dass sie damit mehr Zeit für die Fitness hat. Ich unterstütze das sehr, auch um den wertvollen Anstrengungs-Entspannungszyklus zu verstärken.

 

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Verbringen wir unsere Zeit möglichst hochwertig, vergeuden wir also nicht unsere Zeit, und wählen wir dazu wenn nötig auch einen Kurs, eine Aus- oder Weiterbildung.

 

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Ein bestausgebildeter Freund von mir, Dr. der Naturwissenschaften, chronisch in Zeitnot, scheut nicht sich anzustrengen. Aber er vergeudet seine Zeit durch niederwertige und gefährliche „Fitness“ auf dem Fahrrad durch den Dreck von Zürich zur Arbeit. Zwei Mal dreiviertel Stunden pro Tag. Schnell kann man in dem Verkehr auch aus Sicherheitsgründen nicht fahren, und immer wieder das Warten an den Verkehrsknoten. Fitness sonst macht er nicht. Das Problem: Er meint, er sei berühmt und sein Handeln habe deshalb eine in die Gesellschaft ausstrahlende, zur Nachahmung führende, für die Umwelt positive Wirkung. Man schaue, wenn er Rad fahre. Das ist Quatsch. Das beachtet kaum jemand. Er leidet da, selber unerkannt, seit seinen sehr guten Schulnoten unter Grossartigkeit. Er ist nicht Xi Jinping. Er bringt sich dadurch nur in Lebensgefahr und schadet sich, der Wirtschaft und der Umwelt durch Zeitverschwendung. Durch Fitness/Wellness könnte er mehr leisten; seine Leistung pro Umweltbelastung nähme sowohl in der üblichen Lebensarbeitszeit wie auch durch Fitness ins Alter mit längerem Erwerbsleben zu. Er aber wird unter seiner Arbeitslast gegen die Ferien hin zusehends depressiv, benötigt dann zur Erholung doppelt so viel wie ich und hat aus der Zeit der Erschöpfung Schwächen im Geschäft zu beklagen wie etwa viel zu tief ausgehandelte Honorare oder dass Auftraggeber bemerken, dass er sich nicht mehr wehren kann und ihn dann das Honorar gar nicht bezahlen. Als dann kürzlich mit seinem grösseren Anteil an Auslandaufträgen auch noch der Wechselkurs des Euro tief lag, gab’s von unserem „vorbildlichen Xi Yinping“ ein Geburtstagsfest, das die Geladenen selber zu bezahlen hatten! Die Einladung habe ich bei mir im Archiv.

 

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Gerade sagte meine Mutter mit Trauer im Gesicht, der tue ihr aber schon noch leid. Ich erwiderte, dass ich ihn doch schon beraten und gewarnt habe, er sich aber nicht dreinreden lassen wolle. Mit einem Ja-dann war sie wieder erleichtert. Er muss, und darf ja auch, seine eigenen Erfahrungen machen, notfalls bis ins Grab. Hier auch ein Beispiel, wie jemand wegen seinen guten Noten in Lebensfragen nicht hören und nur mit Schmerz lernen kann. (Siehe auch „Kosmetische Reisen“, Kapitel 8, "Joggen und anderes sinnvolles Verhalten statt geprägten Charakters“). Und statt aus der körpereigenen Apotheke gibt’s dann und wann ein Schlückchen. - Verschwendung!

 

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Eine Freundin wurde von ihrem Psychiater durch Abbringen von Fitness im Entzug zum Vorverzehr ihres Alterskapitals und Selbstausschaffung gebracht. Er hat lieber mit seiner Art von Beratung/psychiatrischer Gesprächstherapie und Medikamenten Kasse gemacht - auch der Nikotinspiegel aber mit dem Ausreissen der Zähne geriet ihm so hoch wie ihr selten zuvor. Sie war eine der besten Joggerinnen. Ihre vielen Medallien hat sie bei der Wohnungsräumung entsorgt. Sie scheute und scheut auch heute noch nicht den Wettkampf. Da wurde jemand kaputtbehandelt. Ob das aber ein Fall für die Justiz ist, ist fraglich. Eine solche geschäftliche Leistung kann bei der Psychiatrie auch durchaus normal sein. Eine andere Bekannte liess sie die Schmerzen von ihren von Magensäure zerfressenen Zähnen mit Schmerzmitteln "behandeln".