Wissenschaftlich orientierter schamanismus - zustand der Erkenntnis

Persönliche Vorbemerkung

Diese Website ist politisch. Aber nicht so, wie Sie jetzt wahrscheinlich denken. Politik hat sich zum Gegenteil von dem entwickelt, was sie eigentlich ist. Politik heute heisst meistens ja: Sie sind draussen, werden belogen und was Sie wirklich bräuchten, wird Ihnen vorenthalten. – Was könnte das denn sein? Nun, was wir in unserer Generation am meisten vermissten, und was man durchaus auch anders organisieren kann, das sind Freunde und Geliebte. Später kamen auch Verwandte dazu, die aus den Freunden und Geliebten hätten werden können. Heute lebe ich mit meiner alten Mutter allein, und wenn unsere Supporterin den Dienst unvorhergesehen quittiert, habe ich ein massives Problem, das ich auch mit allen Anpassungsleistungen von mir nicht mehr lösen kann. Es raubt mir den Atem und ich kann die Heizung nicht so hochfahren, wie ich müsste. – Diesen heute allgemein verbreiteten Zustand will use! ändern. Wenn Sie sich von dieser Website hineinziehen lassen, freut mich das. Ich erwarte aber keine Opfer von Ihnen, ich beknie Sie nicht, aber ich bin so weit, dass ich für die Übernahme Ihrer Verpflichtungen, je nach Sympathie, auch Ihren Sex akzeptieren würde. Beachten Sie dazu bitte auch meinen dringenden Aufruf unter Use!  1. Sendung - c. Quartierarbeit Urs Rüesch.

Und warum steht Ihnen „Katia“ nicht zur Verfügung? Sie haben Sie ja voll bezahlt.

Der erste Grund war, dass ich ihren Sex zurückgewiesen habe. Sie wollte damit unbedingt heilen. Das hat die Eifersucht ihres Mannes auf den Plan gerufen. Eifersucht ist der krankhafte Zustand, der mit dem Verschwinden der natürlichen Politik anstelle der Mitfreude eingekehrt ist. Diese gewaltigen Umwälzungen fanden in West-, Mittel- und Nordeuropa zwischen der Zeit des alten Stonehenge, dem Gräberkreis-Stonehenge, (Ziff. 53), Jungsteinzeit, 3000 v. Chr. und dem Kessel von Gundestrup (siehe folgendes Video „Schamanismus – Scharlatanerie, Glaubenssache oder Methode materiellen und geistigen Wachstums?“), jüngere Eisenzeit, 5. bis 1. Jh. v. Chr. statt. In England markiert der „Bogenschütze von Amesbury“ den Übergang. Er soll die neue Kultur aus dem Grenzgebiet zwischen Frankreich und der Schweiz eingeführt haben. Mehr dazu dann gerne im neuen Buch „Kosmetische Reisen“.


Als Einführung zur Ausbildung empfohlen ist folgendes Video mit Erläuterungen im Link.


Fragen

Die häufigsten Fragen finden Sie unter FAQ.

61) Ist es nicht traurig, wie die Psychiatrie Nietzsche behandelt hat! Er starb binnen weniger Jahre, nachdem er ihnen in die Hände fiel. Davon kein Wort in der Sternstunde Philosophie [des Schweizer Fernsehen SRF], weder von Barbara Bleisch noch von Markus Huber. Und vom Psychiater Achim Haug schon gar nicht. Und da Nietzsche unter dem Titel „Hat der Wahnsinn einen Sinn?“ als Genie ja aber nicht fehlen kann, spielte Barbara Bleisch sein hier völlig bedeutungsloses „Etwas Unbekanntes auf etwas Bekanntes zurück zu führen, gibt einem Macht“ ein [00:27:31] Markus Huber muss Barbara Bleisch dann wieder auf den Weg bringen: „Nietzsche kritisiert sehr stark die Philosophen, dass sie in ihrer Tätigkeit durch die Begriffe das Einzelding verlieren. Sobald wir zu sprechen beginnen, verwenden wir ja Begriffe, die Allgemeines bezeichnen, nicht Einzelnes. Wie können wir eigentlich mit Sprache Einzeldinge charakterisieren. Das ist ja in gewisser Weise völlig nicht passend. (…) In der theoretischen Perspektive haben wir Nichtmaterielles, das wir beschreiben und reflektieren wollen. (…) Nietzsche versucht letztlich, dem Leben selbst gerecht zu werden. (…) Nietzsche will das eigene Leben, die eigene Existenz reflektieren. (…) Wie sprechen wir über das Allerprivateste in uns.“ Nietzsche wäre ein Genie geblieben, hätte die Psychiatrie ihn nicht als Wahnsinnigen behandelt.

Achim Haug kommt mir als sehr behutsamer und reflektierter Psychiater und auch sonst als Gebildeter vor. In den Schamanismus müsste er sich einlesen. Es kann ja nicht sein, das Erleben der Schamanen psychiatrisch aufgrund ihrer [dortigen] Kultur verstehen zu müssen. Haug: „Ob das nun alles Wahnpatienten sind (00:40:58) – es gibt auch hypnotische Phänomene – oder ob sie wirklich einen Zugang zu einer anderen Form von Erleben haben, das kann man nur innerhalb der Kultur verstehen, wie die Gemeinschaft das deutet.“ Die Schamanen brauchen sich bei ihrer Kultur nicht beliebt zu machen, noch bräuchten sie sich vor auch unserer Psychiatrie zu fürchten, wenn sich diese endlich aus ihrer Ignoranz heraus bewegte. Die Zürcher Fachkommission für psychiatrische Begutachtung stellt in ihren Richtlinien, bei denen auch so renommierte Grössen wie der Gerichtspsychiater Martin Kiesewetter beteiligt waren, unmissverständlich fest: „Die Diagnose einer psychischen Störung ergibt sich nicht aus ethnologischen, sondern aus psychopathologischen Gesichtspunkten.“ (Seite 12, oben). Und das ist ja auch höchst sinnvoll, denn es kann bei einer Disziplin, die sich als wissenschaftlich versteht, ja nicht sein, dass sich eine ihrer schweren Krankheiten in Nullkommanichts auflöst, wenn der „Patient“ eine Landesgrenze überquert. Da wäre anstatt Wissenschaft nur Willkür.

61a) Nietzsche litt nicht unter einem gewöhnlichen, psychiatrischen Wahn. Es handelte sich vielmehr um den Output eines fortschreitenden Abbaus des Nervengewebes. Die Spanne zum Genie ist da wohl nicht mehr zu übertreffen. Ich sehe keinen Grund, den ärztlichen Feststellungen zu misstrauen. Zum Krankheitsverlauf von Nietzsche: https://www.aerzteblatt.de/archiv/21950/Nietzsches-Krankheit-Genie-und-Wahnsinn. Zur Syphilis: https://www.netdoktor.ch/krankheit/verlauf-syphilis-6678509 und besonders noch zur Neurolues: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Neurolues.

Tragisch. Danke für die Quellen, und erlauben Sie mir zusammenfassend die Zitate aus dem Deutschen Ärzteblatt: „Der geistige Zusammenbruch Nietzsches vollzog sich in verschiedenen Stufen, die in den ersten Jahren auch mit kurzzeitigen Aufhellungen verbunden waren – ein Verlauf, der bei vielen Paralytikern beobachtet werden konnte. Die leichten Remissionen stellten jedoch nicht den erhofften Beginn einer Genesung dar. Im Herbst 1890 verschlechterte sich sein Geisteszustand rapide. ,Es scheint nun, als ob der Wahnsinn zum Blödsinn umzuschlagen Miene macht‘, schrieb ein Jugendfreund im Februar 1891 (…). Nietzsche sprach nur noch wenig, wirkte zunehmend apathisch, zeigte selten ein Lächeln oder eine andere Reaktion außer unverhältnismäßiger Bewunderung. Sein Aussehen in jenen Jahren war hierzu kontrastierend auffällig gesund und frisch. Willen und Antrieb nahmen jedoch ab. Möglicherweise entwickelte sich ab 1893 zusätzlich eine Tabes dorsalis, die ebenfalls eine quartäre Manifestation der Syphilis darstellt: Er erkannte alte Freunde nicht mehr, ab Herbst 1894 nur noch die Mutter, die Schwester und die Hausgehilfin Alwine. Nach dem Tod der Mutter im Jahr 1897, auf den Nietzsche in keiner erkennbaren Weise mehr reagierte, übernahm die Schwester Elisabeth die Pflege.“

 

Gewiss ist es schwierig, Nietzsches Werk gesondert vom Kranken zu sehen, sich also nicht von einem Deppen beeindrucken oder gar beeinflussen zu lassen. Und dennoch bringt auch Barbara Bleisch Nietzsche in blinder Bewunderung, selbst noch mit seinem nur gerade zwei Monate vor seiner Überführung in die Klinik vollendeten „Hauptwerk“, der „Götzendämmerung“. Von wirrem Schreiben Nietzsches alarmiert, fuhr sein Freund, Franz Overbeck, Professor für Kirchengeschichte in Basel, zu ihm nach Turin. „Den Freund erblickend, stürzte Nietzsche auf ihn zu, umarmte ihn heftig und brach, Overbeck erkennend, in einen Tränenfluss aus. Dann sank er in Zuckungen aufs Sofa zurück.“ (Deutsches Ärzteblatt ebda.) – Man kann Nietzsche in Fachkreisen diskutieren. Aber in einer Publikumssendung eines öffentlich-rechtlichen Senders hat er ohne den ausdrücklichen Hinweis, man solle doch bitte testen, ob man das vernünftig finde, keinen Platz!

61b) Aber trifft das nicht auch auf das Übernatürliche des Schamanismus zu?

Sie müssen mit einem Schamanen zusammen ein Haus bauen können. Da ist kein Platz für Wahnsinnige! Nichts ist falscher als die Auffassung von SRF: „Während in der aufgeklärten Kultur der Traum vom grossen Plan [gemeint ist der psychiatrische Bedeutungswahn] ausgeträumt scheint, sind in anderen Kulturen die Wahnsinnigen genau jene, die Zugang  haben zu anderen Sphären und alternativer Erkenntnis.“   – Die Zeit des Wahnsinns, wie bei mir psychiatrisch festgestellt als Manie und Schizophrenie, bereits in die Persönlichkeitsveränderung chronifiziert, muss der Schamane abgeschlossen haben!

Öffnet das nicht Tür und Tor für Schwindler, die einfach behaupten, sie hätten jene Zeit schon hinter sich gebracht?

Die Erkrankung ist etwas derart Einschneidendes, dass sie von den Betroffenen nicht versteckt werden kann und bei Angehörigen und Ärzten Spuren hinterlässt, wie wir sie auch etwa im Deutschen Ärzteblatt über Friedrich Nietzsche vorfinden.

61c) Ist es nicht spannend, Wahn zu sehen!

Kurzfristig schon, einfach um eine Idee zu erhalten, was das ist. Dann aber, würde ich meinen, möchte man sich nur noch damit befassen, wenn es nicht anders geht, aus Betroffenheit, sei es im Beruf, als Angehörige oder Patient. Diese Einschätzung ist aber noch unzureichend, weil man auch das Heilen von Wahn als durchaus spannend erleben kann. Und es gibt Wackelbereiche. Verstehen wir etwas nicht, weil es von höherer Intelligenz oder weil es unvernünftig, irr ist? Insbesondere deswegen haben viele zum Werk von Friedrich Nietzsche Beziehung aufgenommen. Ich würde aber nicht vorschlagen, sich länger mit Nietzsche zu beschäftigen. Nietzsche selber empfiehlt ja vehement, sich seinem eigenen Leben anzunehmen, und das nicht in der weit verbreiteten Gefangenschaft im Denken,  –  womit auch die Beschäftigung mit den Werken anderer reduziert wird – sondern existenziell. – In diesem Punkt könnte man ihn auch als schamanischen Lehrer lizenzieren. Wie ich auch schon an anderer Stelle erklärte, schneide ich das eigene Denken wie die Rinde des Käses ab und werfe es weg.


60) Als Schamane könnten Sie ja zum Streit zwischen Karl Lafergeld und Angela Merkel gerufen werden.

Lafergeld, find ich gut! So ist bald auch noch der weg. Karl Lagerfeld macht sich doch ernsthaft Sorgen um seine Heimat. Er möchte, dass es dort wieder besser wird. Wie kann man daran arbeiten? Die treffendste Analyse liefert diese Zeit meines Erachtens FDP-Chef Christian Lindner auf seinem Parteitag von gestern [13. Mai 2018]. Zwar heuchelt er, es ergebe keinen Sinn, sich an den Köpfen von heute und den Konstellationen von gestern abzuarbeiten. Er wird zustimmen, dass niemand darin eingeweiht zu werden braucht, dass Merkels Schockstarre, jetzt auch noch von den USA auf Wasser und Brot gesetzt, während das wirtschaftlich schmale Frankreich mit einem vergleichsweise unerfahrenen Juniorpolitiker die Agenda übernimmt, dass diese Schockstarre der heutigen Kanzlerin ja nur abgearbeitet werden kann, genau wie auch die von ihr verursachte Flüchtlingskonstellation mit dem Aufstieg des Nationalismus ja nur abgearbeitet werden kann. Ohne Abarbeit der Schockstarre Merkel ginge es nur mit Neuwahl und neuen Kandidaten.


59) Wie kann es einen modernen Schamanismus geben, der echt ist?

Nun, „echt“ bedeutet „unverfälscht; wirklich; original; authentisch; den Tatsachen entsprechend; getreu; nicht imitiert; nicht vorgetäuscht; nicht scheinbar; nicht korrumpiert“. Ich habe den echten Schamanismus seit 1996 vollzeitlich gesucht, und was ihn aus wissenschaftlicher Sicht ausmacht im Buch „Beitrag eines modernen (wissenschaftlichen) Schamanismus“ dargestellt.  Echter Schamanismus bedeutet Wachstum, angeleitet von eigener, innerer Information, die wir erhalten, wenn wir uns nicht wie sonst üblich vom körpereigenen Befriedigungs- und Belohnungssystem, noch von gewohnten Handlungen, noch von Stress, Feindbildern, noch den Wirbeln von Denken und Emotionen leiten lassen. Echter Schamanismus hat nichts mit Zauberei zu tun, nichts mit Orakeln, aber die Resultate sind dem Verstand zugänglich und im Einklang mit unseren guten Gefühlen. Negatives, auch das Böse verschwindet.

 58) Sehe ich da richtig?! Unlängst wolltet Ihr Euch gegenseitig einbuchten, und schon parkiert Ihr absichtlich ganz eng, damit Ihr der Umgebung nicht lange zu erklären braucht, weshalb Ihr da zusammen noch länger im Wagen bleibt.

Aber sicher. Brigitte hat sich ja auch scheiden lassen und ist nach Paris gezogen, um Macron nahe zu sein. :-)

Wenn’s denn nun wirklich sein muss: die einzige Ähnlichkeit zwischen Alberto Villoldo und dir ist nun aber wirklich nur das Gras auf seinem Buch resp. auf deiner Website.

57) Kennst du das Buch "One Spirit Medizin - Die Praxis schamanischer Heilung" von Alberto Villoldo? Könnte dich interessieren. :-) Danke nochmals für die schöne Begegnung von gestern. Rhoda [Die Person ist hier entgegen unserem Prinzip ausnahmsweise nicht anonymisiert, da sie mich ab Ziff. 13 bekämpfte und sich Versprechungen ihres Angebotes auf ihrer öffentlichen, kommerziellen Website, die sie als Fachperson macht, als falsch herausstellten. Ziel dann ist es, ein Netzwerk mit bereinigtem, gestähltem Angebot von Mitgliedern zu bilden, die nicht zum Kundenfang täuschen. Das wird bei der ebenfalls namentlich erkennbaren Firma Samadhi Ayurveda AG, Hochdorf, siehe Ziff. 48a, nicht gelingen, da jene offenbar nicht einmal die Bedeutung ihres Namens kennt, geschweige den eine solche Qualität anzubieten in der Lage ist. Qualitätskontrollen sind typisch schamanisch, und man wird Anbieter, die süchtig am Erfolg auf Kosten der Kundschaft anhaften, nicht zur Ruhe kommen lassen.]

Liebe Rhoda

Vielen Dank für Dein SMS.

Bei Alberto Villoldo kommt bei mir Trakl, Georg Trakl. Solche können einen durch die Sprache packen, sind aber Irrlichter. In der deutschsprachigen Wikipedia mochte niemand Villoldos Lemma eröffnen. Villoldo steht auch für Ayahuasca. Ich begründe im Video „Schamanismus – Quacksalberei, Glaubenssache oder Methode materiellen und geistigen Wachstums?“ und in meinem neuen Buch im Kapitel „Plastik-Schamanismus“ wie auch im dokumentierten Kontakt mit einer Techno-Schamanin, die darüber eine Masterarbeit geschrieben hat, ausführlich, weshalb man das nicht tun sollte, und mehr Zeit habe ich da zur Zeit nicht dafür. Wir können aber gerne bei einem nächsten Treffen darauf weiter eingehen, wenn das ein fester Bestandteil von Dir ist. Bei Villoldo sehe ich ehrlich gesagt das Kosmische nicht. Wohl aber bei Dir, und deshalb möchte ich sehr gerne in der kommenden Zeit wieder mal mit Dir zusammenkommen. Und ich habe also rein gar nichts dagegen, wenn Du da Villoldo nicht mitbringst :-). Okay?

Herzlich

Urs

Es ist mir ehrlich ein Rätsel, weshalb Du mit Villoldo kommst. Du selber hast mehr zu bieten! Tiefgang!

Okay, danke für deine Antwort und deinen Tiefgang :-))

Bis bald mal, sei umarmt

Rhoda


56) Für die Videoaufnahme vom Gespräch mit „Katia“ hatten Sie zuerst kein Einverständnis. Würden Sie bei Sex auch so vorgehen?

Nein. Hier könnte es höchstens ein Missverständnis geben. Aber bei einer Vergewaltigung wird eine nachträgliche Zustimmung auch mit aller Diplomatie nicht erhältlich sein.


55) Polyamorie ist eine sehr anspruchsvolle Beziehungsform. Es gibt auch kaum Leute, die das wollen und sie braucht sehr viel Zeit. Geht es um eine verbindliche Beziehung, wählt die Hälfte der Bevölkerung die Ehe.

Die Ehe gehört zu den qualitativ und quantitativ schlimmsten Stressquellen. Nur etwa die Hälfte der Verheirateten widersteht der Liquidation.

Aber für die Gründung eines gemeinsamen, familiären Haushaltes braucht es eine verbindliche Form.

Angst vor Diebstahl? – Machen Sie eine Liste, wer was eingekauft hat. Dazu brauchen Sie keinen Bräutigam. Wenn einer nicht mehr will, geht es auseinander.

Sie sagen, soll doch jede mir jedem ins Bett!?

Ich würde da gar nicht mehr dazu sagen als im Diplom Quartierarbeit „Katia“ und was dort sonst noch entstanden ist. Wir können die Freiheit des Menschen als sein wichtigstes gesellschaftliches Gut hier nicht ohne völlig unnötigen Jammer mit Regeln einschränken. Menschen sind keine Objekte. Das kriegen Sie auch mit Humor nicht hin. 


54) (Fortsetzung von 53b)

Ich sehe einfach nicht, dass das vitale Lebensgefüge da zerstört sein soll. Sie haben alle Macht, Ihre Arbeit zu vollenden.

Da sind noch ein paar Stufen zu überwinden. Eines der grössten Probleme besteht darin, dass man gewisse Dinge immer wieder wiederholen muss. Das Wetter kann nur am Kippen gehindert werden, wenn man erstens wie im Pingpong dialogisch arbeitet, mit zweitens einem Aufbau, der bei bestens vertrauten Alltagsdingen beginnt, (vorliegend mit einem zu reparierenden Turnschuh), und drittens offensichtlich macht, dass die notwendige Aufmerksamkeit fehlt, was eine Aufzeichnung der Ausbildung, zeitgemäss wohl nur mit Video zu leisten, unerlässlich macht. Zum wiederholten Mal meinte die Probandin, sie könne den Job nicht annehmen, weil ihr dazu die Ausbildung fehle. Zum wiederholten Mal habe ich ihr also erklärt, dass niemand eine solche Ausbildung mitbringt. Aber sehen Sie gleich selber auf Use!  1. Sendung - a. Einleitung; b. Persönliches Wachstum; 20:14. So weit, so gut. Nur hat es ihr dann einfach „gestunken“, die Arbeit aufzunehmen.

Tja, wenn man den entsprechenden Beruf nicht hat.

Sie testen meine Geduld. Sie testen meinen Anstand.

Sie scheinen da aber tatsächlich so etwas wie eine Klimaanlage zu haben für sich. Überhitzung scheint Sie nicht zu plagen. Werden sie eigentlich nie aggressiv?

Eine bedeutende Stufe in der persönlichen Entwicklung: Drang nach Aggression kontrollieren. Sich nicht provozieren lassen. Und ein bewusster Einsatz von Aggression, etwa im Training, ist ein Segen.

Aber was haben Sie denn da gemacht, als sie die Arbeit nicht aufnahm?

Ich habe mich halt einfach nochmals gemeldet. Ich hätte gerne, wenn die beiden Häuser näher zusammenrückten.

Wirklich ungewöhnlich, sich um Hilfskräfte derart zu bemühen.

Es geht immerhin darum, ob meine Mutter demnächst ins Altersheim muss. Wenn wir Streit erhalten über die Tätigkeiten, die notwendig sind, um ihre Selbständigkeit zu erhalten, ist es schnell soweit.

54a) Ist das rechtlich nicht noch riskant, solche Videoaufnahmen zu machen?

Wenn man keine intimen oder medizinisch relevanten Informationen aufnimmt, im vorliegenden Setting nicht. Für die Besprechung der Nervosität dann war die Kamera ja nicht mehr eingeschaltet.

Die Frau war aber sichtlich schockiert von der Aufnahme.

War sie nicht. Die Kamera stand von Anfang an gut sichtbar im Raum. Das Aufnahmelämpchen brannte. Wie auf dem Video ersichtlich, habe ich auch verschiedentlich auf die Kamera gedeutet. Wir wollen unsere wertvolle Zeit nicht vergeuden.

Aber ins Quartier hinaus posaunen braucht man das nicht.

Wir kommen in einen Horror, wenn das Quartier nicht bald weiss, mit welchen „Diensten“ da so zu rechnen ist. Auch für Kinder haben solche Videos eine wichtige Leitfunktion. Es ist eine Arbeit, mit Blick etwa auf einen Gerhard Pfister auch, wieder zu Wahrhaftigkeit zu führen. Und da ist ja auch der Vorwurf, man habe sie zur Hure machen wollen. Die CVP hat gerade wieder einen rechten Dämpfer erhalten. Wissen Sie weshalb?

Darüber kann man nur spekulieren.

Volkes Meinung verdüstert sich, wenn bei einem für sie relevanten Phänomen nicht drin ist, was drauf steht. Eine christliche Partei  braucht keinen Haudegen. Der Kerngehalt ist auch bei den Grünen nicht mehr gewahrt, wenn sie in einem bereits schon unter Überbauung leidenden Land noch Einwanderung propagieren. Die letzten nationalen Wahlen [in der Schweiz] haben sie massiv dafür abgestraft, dass auch in den Bergen bald nur noch Massenwanderungen möglich sein sollen. Damit Information nicht als blosser Schein empfunden wird, müssen sich Versteckende erkennbar bleiben. Und diese werden ihre Komfortzonen und Täuschungen auch nur aufgeben und sich auch nur um ihre Veränderung bemühen, wenn sie sehen, dass die Umgebung auf sie reagiert. Das sind so grundlegende Mechanismen. Positive Rückkoppelung für Positives, negative für Negatives.

54b) Ihren Ausführungen kann ich mich nicht anschliessen. Für die Veröffentlichung dieses Video benötigen Sie das Einverständnis der Personen, die darin zu identifizieren sind.

Hier besteht politisch Handlungsbedarf. Bei einer drohenden Beraubung haben wir das Recht, uns auch mit Gewalt zu wehren, sofern immer diese angemessen ist. So darf Gefahr auch im Informationsbereich und wenn es um Kreditschädigung geht, abgewendet werden.

Okay, aber Sie sagen ja selber, die Gefilmte sei eine herzliche Person.

Solche Dinge werden kaum je für sich behalten. Und Sie sehen auf dem Video ja ebenso, dass auch herzliche Menschen noch schnell einmal bereit sein können, die Wahrheit zu verdrängen, wenn einem diese Nachteile zu verschaffen droht. Und ihr Mann verstärkt Differenzen und verteilt sie lauthals im ganzen Haus. Auch sie selber musste ich immer wieder ermahnen, bei uns im Treppenhaus nicht lauthals unsere Differenzen breit zu schlagen. Die Grenze des Internen ist in unseren schlecht schallgedämmten Häusern wie auch zur Zeit der Erdkröte nur Theorie. Der Wortlaut des Artikels, der nicht vereinbarte Aufnahmen des Privatbereichs verbietet, muss in die materielle Wirklichkeit übersetzt werden.

54c) Es gilt ja auch der Grundsatz, dass man auf anonyme Vorwürfe nicht reagieren soll. In der Demokratie sind die Kontrahenten bekannt und legen ihre Karten offen auf den Tisch. Anonyme Denunzianten sind Kennzeichen schlimmer Unrechtsregimes, anonyme Angeschuldigte eine Zumutung für alle, die in den Bannkreis der möglichen Verdächtigten geraten.

Besten Dank.

54d) Die Luzerner Zeitung hat kürzlich bekannt gemacht, dass die Bauherrschaft des Bürgenstock Resort verschiedenen Unternehmern die Rechnungen in Millionenhöhe nicht bezahle und deshalb Betreibungen ausgestellt werden mussten. Wenn nicht bekannt gegeben wird, wer die Rechnungen nicht bezahlt, wäre die Meldung wertlos. So aber schützt sie vor Ärger und möglichem Verlust. Auch das eine Funktion der Medien. Es geht nicht nur darum, den Staat zu kontrollieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

54e) Aber Sie haben ja nicht mal die Namen publiziert!

Es ist ja immer auch noch eine Vertraute.

Wollen Sie nun den andern helfen, oder worum geht es Ihnen genau?

Ich möchte da nicht mehr Vertrauenseinbusse der Gegenseite aufs Spiel setzen, als unbedingt nötig. Die Gegensätze sollen sich nicht verstärken. So ist immer auch noch Heilung der Beziehungen und Erfüllen der rechtlichen und moralischen Verpflichtungen möglich, vielleicht auch eine Vermittlung durch eine gemeinsam akzeptierte Person.

54f) Ich find’s noch gut, dass Sie nicht nur schriftlich kommunizieren. Und Ihre Forderung, dass die Einwanderer hier mithelfen sollen, ist nicht mehr als normal. Parallelgesellschaften kommen nicht in Frage. Sie sind wie Müll, der aus unbeaufsichtigten Nebenräumen schlussendlich gefährlich bis auch die Treppenhäuser übernimmt, und auf einmal sind wir die Inferioren [die Niedrigeren].

Sie haben Recht. Dieses Muster, die Herrschaft zu übernehmen, sehen wir auch mehrfach im Video (Use!  1. Sendung). Die Neue behauptet ab 20:27, sie könne eine bestimmte Arbeit nicht übernehmen. Ihr fehle die Ausbildung. Sie aber ist in der Anarchie. Arbeitsgebende kennen die Anforderungen der Arbeit, und wenn sie diese jemandem zutrauen, sind solche unqualifizierten Einreden krankhaft. Die Neue stellt sich über den Arbeitgeber. Das gilt es zu ändern. Die Neuen müssen, auch als gesellschaftliche Realität, hinunter gedrückt werden auf ihren Status. Ich aber versuche weiter, sie verständnisvoll in ihrer Anarchie abzuholen, erinnere sie daran, dass diese Arbeit gar keine Ausbildung braucht, resp. niemand eine solche für diese Arbeit mitbringt und die Ausbildung entsprechend mit der Arbeit erfolgt. Und bereits übernimmt die Neue die Herrschaft wieder mit „Aber das weiss ich, Urs, das ist mir klar!“ Ich weiter verständnisvoll: „Aber warum sagst Du dann, Du habest keine Ausbildung?“ Sie aber dominiert weiter mit Nonsens: „Ich habe keine.“ Ich nehme den Aufwand auf mich, eben nochmals zu erklären, dass sie ja auch gar keine braucht.

Das sind alles unnötige Kosten für die Volkswirtschaften.

Auch für die ausländischen Top-Banker gilt ja, dass man zum Dienen hier ist. Man kommt nicht in die Schweiz um es hier locker zu haben, Kriegstraumatisierte nicht um Therapie auszuschlagen und vor Arbeit gefeit zu sein. In der EU ist das nicht anders.

Sie erklären so lieb, bleiben damit aber der Inferiore.

Dazu kommen die Use!-Sendungen. Sie warnen.

Könnte man bei Ihnen allenfalls eine solche Sendung bestellen, gegen Bezahlung selbstverständlich?

Wenn jemand in Schwierigkeiten geraten ist: ja.

Ist vielleicht ja jetzt eine der gesuchten Alternativen zu den verschwundenen Lokalzeitungen.

Mein Ehrgeiz ist das nicht. Ich habe andere Prioritäten.

Das Rezept ist da. Da kann jetzt jeder sein Fondue damit brauen.

Würde mich freuen, ja.

54g) Bemerkenswert, sehr bemerkenswert finde ich schon, dass sich die Dame kein Bisschen verunsichern lässt in ihrer Richtung. Exemplarisch, Sie: „Hallo xxx, ich habe mir das Video angeschaut und nochmals ein paar SMS gelesen und bin erschüttert, wie wenig Du aus den guten Bedingungen und Angeboten machst. Die aufgezeigten Lösungen verdrängst Du fortlaufend. Dein Intellekt, Dein Verstand versteht das alles. Hast Du das verstanden?“, dann xxx: „Ja, ich habe alles verstanden und so ist gut für mich weil ich kann mir nicht mehr bedanken [Gedanken] machen, lassen wir so alles wie ist. mir geht gut und hoffe dir auch. (…)“ in den SMS Nr. 55 und 56 auf Seite 20. Ein Teil verschuldet die katholische Kirche, die Sex ausserhalb der Fortpflanzung als Sünde gelehrt hat und dies bis heute nie widerrufen, geschweige denn den unter dieser schlimmen Falschprägung Leidenden einmal persönlich mitgeteilt hat. Das ist etwas vom Gemeinsten, was sich der Klerus heute noch leistet. Da kann der Papst so herzlich reden wie er will. Gemessen werden muss er an den Inhalten. Die Körperlichkeit zwischen den Menschen, vor allem zwischen Mann und Frau, Frau und Mann ist von der Kirche grundlegend zerstört worden. Und wo man noch von der Kunst mit ihrem „La Suisse n’existe pas!“ nicht betroffen ist, darf man von einem Land sprechen, dessen einzigartige Freiheit und Wohlstand xxx zwar sehr gerne geniesst, xxx aber mit ihrer schonungslosen Kulturinvasion ohne Rücksicht selbst auf tödliche Gefahr für Schwache hinunter reisst. Und es ist nicht kopflos. Es ist bewusst. Unklar scheint mir einfach noch, ob xxx da nicht einfach wie eine Hospitentin [teilnehmender Gast] zu werten ist, der man keine Verantwortung zuschreiben kann.

Die Kasse spielt hinein.

Partnerin könnte sie auch sein, jedenfalls bis zu einem Zeitpunkt, als es ihr ablöschte [in sich einbrach; sich verschloss].

Bewerberin in einem Verfahren, das da entwickelt wurde. Vielleicht hätte ich da eben doch zum Sex für Geld zustimmen müssen.

Moralisch katastrophal.

Und wenn man die Konsequenzen sieht, wo das hin geführt hat, ohne das?

Gut, es ist vielleicht ihre normale Sexualität. Sozialisiert in Krisengebieten.

Übel.

Das Vertrauensverhältnis ist durch die Zurückweisung verkommen auf: wie „andere Mann und andere Büro“. (22:50)

Ich hatte das Bewerbungsverfahren durchzuziehen. Da sind gewisse Grenzen nun einfach einmal gesetzt. Die wesentlichen Punkte wurden dokumentiert und stehen nun zur Verfügung.

Ich habe einfach so den spontanen Impuls, wie wenn sie denken würde: „Wenn du das vermagst, verdienst du mich.“

Tja, wer weiss, vielleicht unterschreiben wir ja noch. :)


53) In eigener Sache: Es gibt vielleicht kein eindrücklicheres Bild für die genbildende Gesellschaftsform des Menschen, die existenzielle Solidarität, ausgedrückt in der Grabanlage der Blausteine von Stonehenge. Wer die sensationellen Ergebnisse von Parker Pearson zu Stonehenge nicht schon hat begutachten können, ist herzlich eingeladen, die DVD hier zu bestellen. Das waren keine 56 „Löcher“ in der Phase „Stonehenge 1“. Da wurde unter Grabsteinen eine Gemeinschaft von, heute würde man Parlamentsmitgliedern sagen, bestattet, Frauen, Männer, zusammen auch mit ihren Kindern. Stonehenge, wie wir es bisher kannten, die grossen Steine, wurden erst später dort wie in einem Rad drin aufgebaut.

Ganz anders als wir es in Afrika heute sehen, hat man nicht persönlich besessen. Wie es auch das Sterben zeigt, wurde das Individuelle, ob Mann, ob Frau, ob ein Kind, ob oben oder unten, dem grossen Einen unterstellt. Zu meiner Frage in eigener Sache nun: Würden Sie es begrüssen, wenn zur Stärkung des gemeinsamen Erfolges und von mehr Nachhaltigkeit Lohn und Sozialleistungen gegenüber dem heutigen Stand gekürzt werden, oder würden Sie das bekämpfen?

53a) Weshalb haben Sie die Statements zum Weltgeschehen entfernt? Ich dachte, die Quelle sei das Absolute.

Das ist schon so. Wir machen keinen Radau. Aber wir können auch nicht ausschliessen, dass aus dem Absoluten auch einmal Zerstörung kommt. Ich hoffe immer, ich sei genug gross, dass mir das nicht geschieht. Vorliegend aber ging es um einen technisch bedingten Umbau. Das Beseitigte finden Sie jetzt wieder hier. Ich beseitige jetzt gleich auch das „Der Körper ist nur noch wie eine wohlige Hülle und man muss aufpassen, dass man nicht das Bewusstsein verliert.“ betreffend die Phase des Zurückkommens nach dem Orgasmus, am Schluss von Ziff. 43. Der erste Teil des Satzes ist inhaltlich falsch wie die von mir dort entzauberten Aussagen des Sex-Gurus Osho. Meine Aussage: „Der Körper ist nur noch wie eine wohlige Hülle“, ist absichtlich falsch, um zu schauen, ob man mich korrigiert, oder auch schon wie bei Osho gesehen blind glaubt. Ich hoffe, Sie sind einfach noch etwas unsicher, weil Sie erst neuer dabei sind und zuerst etwas schauen wollen, wie es so läuft hier. Aber wissen tun Sie selbstverständlich aus dem Erfahren, dass der Körper nach dem Orgasmus nicht wie eine „wohlige Hülle“ ist. Wohlig zwar schon, aber nicht wie eine Hülle. Der Körper ist voll wohligen Lebens. Die Verbindung von Körper und Geist ist wiederhergestellt und der Körper eben gerade nicht nur wie eine gerade noch mal knapp wahrgenommene Hülle, in die man gelegentlich Esswaren hinein stopft und Tabletten, wenn dort etwas nicht in Ordnung ist.

53b) Da kommt mir CVP - Gerhard Pfister in den Sinn. Diese Verlogenheit hat keinen pädagogischen Nutzen. Im Gegenteil.

Ja. Nachdem ich ihn darauf aufmerksam gemacht habe, konnte er sich nur noch auf seine soziale Grösse berufen, die nach unserem heutigen Parlamentssystem in aller Öffentlichkeit ungestraft daherlügen kann. Hier setzt er es für seine politische Gruppierung ein. Und Sie können sicher sein, dass er dies auch getan hat, um in dieser Gruppierung für seine Stärke berühmt und dafür mit seiner hohen Position belohnt zu werden. Solche hinterhältigen, heimtückischen Machenschaften, mit denen jemand arbeitet, um sich gegenüber von Gegnern Vorteile zu verschaffen, werden als Intrige, Arglistigkeit, Gemeinheit, Heimtücke, Hinterhältigkeit, Hinterlist, Niederträchtigkeit, Ruchlosigkeit, Tücke, Winkelzüge, Niedertracht, Perfidie, (bildungssprachlich) Intriganz, (derb) Hinterfotzigkeit, Verschlagenheit bezeichnet.

Sie haben ihn darauf aufmerksam gemacht?

Ja. Was er tut, gilt als potent.

Aber sind denn das alles Idioten?!

Diese Intriganten profitieren davon, dass sie die so genannte vierte Gewalt, die Medien, verstärkt noch in ihrem heutigen Endspurt, sehr gut gebrauchen kann, denn diese Intrigen haben einen hohen Unterhaltungswert. Sie erhöhen die Verkaufs- resp. Einschaltquoten. Derweil die nüchterne politische Analyse keine Schlagzeilen macht. Schauen Sie einmal Florian Inhauser. Obwohl er sich alle Mühe gibt und vom Schweizer Grossmedium auch alle denkbaren Spezialisten zur Verfügung erhält, bleibt ihm nur, aber immerhin, seinem Frust öffentlich freien Lauf zu lassen, dass „Sport aktuell“ wieder einmal „das aktuelle vom Sport“ habe. Wie Sexunterhaltung stielt das dem Gebildeten die Show. Besonders gravierend ist das Verschwinden des Qualitätsjournalismus in den Agglomerationen und auf dem Land, wo sich Volksvertretende längst nicht mehr darauf beschränken, ihnen missliebige kleine Bürger zu zermalmen, nach denen kein Hahn kräht.

Gerne hätte man immer wieder auch mal ein paar Belege bei solch ungestümem Behaupten.

Das Ausleben von psychischer Gewalt ist eine Sucht. Es sind afrikanische Zustände, die sich auch bei uns ausbreiten, weil unser vitales Lebensgefüge zerstört ist. Das hat sich so weit eingeschliffen, dass es selbst als völlig normal gilt, etwa Nachbarn mit schwierigsten, gar lebensbedrohlichen Situationen allein zu lassen. Man schottet sich einfach ab.

Belege bitte.

Also, zum Amtsmissbrauch. Eigentlich verboten. Wird von den Gerichten aber nicht geahndet, weil von Amtsunfähigkeit in den kleineren Gemeinden oftmals nicht zu unterscheiden. Das machen sich geneigte Repräsentanten in den grösseren Gemeinden zunutze, indem sie ein Kasperletheater aufführen.

Belege.

Amtsmissbrauch/Amtsunfähigkeit, Bonusmaterial.

Zerstörtes vitales Lebensgefüge. Ich habe zuerst gemeint, diese Belege könnten aus Gründen der Geheimhaltungspflicht nicht öffentlich gemacht werden. Wenn man es aber näher betrachtet, zeigt sich ein Bild wie vom Berg kommenden Schuhen, die aber in einer heutigen Wohnung ohne Hauswirtschaftsraum und nur beengtem Platz im Badzimmer nur gerade noch auf dem reinen, weissen Keramiktablar vor dem Spiegel für die Reinigung zwischengelagert werden können. Es ist keine Frage des Nichtrespektierens von Regeln oder Gefühlen. Es muss einfach sein. Und es geht tatsächlich, wenn man behutsam vorgeht und sich von den schlimmsten Passagen nicht runterkriegen lässt, sondern dort wie wegschaut. In diesem Sinne der Beleg zerstörtes vitales Lebensgefüge.

Das ist auch die Form, mit der ich auch Säufer Jannick Buttet und den hinterhältigen Gerhard Pfister zu begeistern versucht hätte, aber das sind eben wie auch eingangs gesehen derart „Grosse“, dass die einen nicht mal beachten. Dass man den Eingang von unterstützenden Mails freundlich bestätigt, wäre das Minimum, um den Anstand nicht zu verletzen, den selbst ein Herr Gerhard Pfister für zu respektieren hält (8. Frage im Interview der Luzerner Zeitung). Gerhard Pfister, Politik, „Wettbewerb der Meinungen“.

 

53c) Etwas Spass haben zusammen und denjenigen dann für sich haben wollen, anstatt sich dem sich dynamisch selber regulierenden Beziehungsnetz hinzugeben, macht das Wesen der Charakteränderung des Menschen aus, als der Gräberkreis für ihn zum Abfall wurde. Der neue Charakter sammelte an, anstatt dem Bedarf zur Verfügung zu eilen. Die Krankheiten nahmen zu. Die aufkommenden „Paschas“ wurden immer reicher und mächtiger. Der Fokus verschob sich auf das Materielle. Was konnte das besser abbilden als die neue Form der Bestattung mit immer opulenter werdenden Grabbeigaben.

Der „Bogenschütze von Amesbury“  im persönlichen Monument eines Hügelgrabes markiert den vollzogenen Übergang vom liebenden Geistmenschen:

Von diesem Menschen stammen wir ab. Jede Zelle von uns weiss es.


52) Viele Frauen stellen eine Verunsicherung von Männern fest. Es ist gar nicht mehr so einfach, mit einem normalen Mann ins Bett zu gehen. Ich [Psychotherapeutin] denke aber nicht, dass das auf die Eltern zurück zu führen ist.

Es ist die Hetze. Sie ist wie eine Autoimmunerkrankung der Gesellschaft. Die natürlichen Reaktionen des Mannes auf die ebenso natürlichen Offerten der Frau werden gesellschaftlich mehr und mehr als fremd taxiert und bekämpft. Seine Hormone werden ausgeschüttet, aber er hat mit der Massenhetze bereits verinnerlicht, dass er mit einem Konflikt zu rechnen hat. Weil er sich da innerlich auch selber bekämpfen muss, gerät er zudem nicht selten in die untere, schwächere Position. Es ist an der Justiz, dieses Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern wieder herzustellen.

Nicht am Gesetzgeber?

Ich meine, es geht nur um ein Feintuning, das die Gerichte selber vornehmen können. Die Gesetzgebenden haben da ja keine Liste der nicht erlaubten Verhalten erstellt. Grundsatz sollte bleiben, dass man seiner Wahrnehmung vertrauen darf. Zeigt sich eine Frau figurbetont oder gar zum Teil entblösst, hat sie mit einer Einladung für die Nacht oder auch gewissen Sprüchen von durstigen Männern zu rechnen. Zu Recht ist da auch etwa das Schweizer Fernsehen SRF dabei, gewisse Marken neu zu setzten. So bedankte sich kürzlich #SRFglobal-Moderator Florian Inhauser mit einem verschmitzten Lächeln bei der völlig korrekt, aber figurbetont gekleideten Patrizia Laeri, dass sie bei einer anderen Sendung untreu geworden sei. Und sie war deswegen keineswegs unangenehm berührt. Das Frau-Mann-Verhältnis ist zerrüttet. Die alte Leidenschaft ist aber zum Glück dank biologischer Speicherung und auch dem Wissen, dass sie für die persönliche und soziale Gesundheit hoch willkommen ist, jederzeit bereit.


51) Ihre Anforderung, dass Schamanismus „justiziabel“ zu sein habe, schmeckt etwas sehr nach Staat.

Sie sagen, Schamanismus gehöre doch ins Private. Dort wurde er aber hingeprügelt. Vorher war das öffentlich. Ich bin daran wieder umzuschalten. Für den heutigen Menschen ist es schwierig. Früher bekam man praktisch alles voneinander mit, wer grad mit wem, eine Geburt, Erscheinungen wurden grad berichtet, Träume auch gleich nachts. Aber dieser unser auch biologisch programmierte Lebenszusammenhang ist dabei, seinen Weg zurück zu finden, über das Internet.

Woran ist das zu erkennen?

Die Therapie ist mit den Social Media am Aufstarten.

Aber das sind nur Informationen, die jemand über sich selber preisgeben will.

Das würde ich nicht sagen. Da wird auch über andere kommuniziert, und gerne ja auch über deren Schattenseiten. Auch wenn sie mal bei den Pornos reinschauen, werden sie vermutlich beipflichten, dass man da nicht unbedingt darauf bedacht ist, Informationen zu selektionieren. Man zeigt sich wie man ist.

Aber das ist doch Abfall.

„Schmutzig“ hätte ich als persönliche Empfindung noch verstanden. Sicher werden sich einige später auch etwas aufregen, wenn sie ihren Hintern vielleicht nicht mehr derart exponiert dokumentieren würden. Was sich da aber zwischen Mann und Frau, Frau und Mann abspielt, wollen sie sehen lassen. Gibt es in einem nichtstörenden Rahmen einen objektiven Grund, sexuelle Lust zu verbergen? Eher doch nicht, meine ich. Die wird eher als stimulierend wahrgenommen. Auch auf den Websites stört es sie nicht, mit ihren Bildern nackt neben vielen andern zu liegen, die sie nicht mal kennen. Auf gutesex.com waren das grad 210‘705 Videos in 54 Kategorien. Das werden allein dort bald eine halbe Million Leute sein. Ich glaube, das kann man schon nicht als Abfall bekriegen. Aber für die Prostituierten wird es eng.

Dann könnten die Pornos noch als politische Äusserungen verstanden werden. :-)

Ja, also wenn man den gespielten oder vielleicht auch tatsächlichen Missbrauch, den vielleicht auch bezahlten Missbrauch überspringt. Und jemanden bei Gelegenheit mal mit ins Bett zu nehmen, scheint einer grossen Leidenschaft zu entsprechen. Auf das „nicht immer“ scheint es an zu kommen, auf das Tauschen. Bei den Männern kommt dann das Portemonnaie zum Zug, die Frauen feiern ihre Befreiung mit den Pickup-Bars, weil die natürliche Form nach wie vor verdammt ist. Familien sind eine relativ junge Erfindung und führen wie die ausschliesslichen Paarbeziehungen mit einem mutmasslichen idealen „Seelenpartner“ statt einem Netzwerk von Vertrauten in sehr vielen Fällen zu unerträglichem Freiheitsverlust wegen einseitigen Dominierens, Betrug, Rosenkriegen und den schlimmsten Enttäuschungen des Lebens. Sie sind schädlich. Mir sind auch chronische Erkrankungen von vor der Ehe kerngesunden Frohnaturen bekannt. Die artgerechte Beziehungsform des Menschen ist die Sippe.


50) Es gibt ja immer wieder so Sticheleien von der Wissenschaft gegen das Spirituelle, es gäbe da ausserhalb des materiell Erfahrbaren, wozu aber auch die Gefühle zählen, nichts.

Die Wissenschaft, wie wir das Wort heute und hier im Westen in erster Linie verstehen, ist eine Wissenschaft des Materiellen, und hat seit längerem schon die Welt, den Kosmos nach ihren Bedürfnissen geformt. Die Wissenschaft ist eine Kirche. Über unseren Planeten hat sie dadurch viel Schaden gebracht.

Aber die Wissenschaft hat sich über die Zeit immer wieder gebessert. Da ist kein Raum für Besserwisserei. Was einwandfrei feststellbar ist, kann man nicht foppen.

Wohin man schaut, ist entscheidend für die Erkenntnis. Da sind wir jetzt an einer Wende.

Aber schaut die Wissenschaft nicht überallhin und baut das dann alles zusammen?

Die Wissenschaft, diese Wissenschaft, schaut spirituell schlafend. Aber sie nimmt auch ihre eigenen Erkenntnisse nicht ernst. Geht es darum, sich selber zu verstehen, bisweilen auch selbstkritisch zu sein, trifft man immer wieder auf Schlafende. Es gibt so etwas wie einen wissenschaftlichen Produktionszwang, der die Aktivitäten dort zu stark kanalisiert.

Eins an die Ohren.

Es waren die Konflikte mit der Natur, die unser hochkomplexes Gehirn und Wesen hervorbrachten. Die Wissenschaft aber meint, wir seien primitiv gewesen. Dabei verhält sie sich wie die Kreationisten, die die Evolutionstheorie ablehnen. Nur durch die existenzielle Bedrohung und die in diesen Verhältnissen übermenschlichen Anstrengungen, in diesem existenziellen Problemlösungsmodus, konnte unser Organismus in die heutigen qualitativen Höhen wachsen. Desinteressierte, etwa Krieger, waren offenbar ein Minderheitsphänomen und konnten die Evolution nicht massgeblich gefährden. Habe ich Sie etwas schupfen [anstossen] können?

Versuch und Irrtum ist aber nicht kreationistisch.

Versuch und Irrtum bedingen für eine nicht bloss auf Unterdrückung ausgerichtete Entwicklung, die auch etwa das Herstellen eines modernen Turnschuhs gestattet, das Eingreifen eines freundlichen Schöpfers. Mit dem Dezimieren der Konkurrenz ist es nicht getan. Bügelfalten hat man auch nicht, damit die Hosen besser gestapelt werden können. Ein toter Baum fällt um; um Menschen umarmen sich viele und bitten zum Himmel. Die Erfahrung der Geister wurde in unserem Kulturraum mit den Göttern aus dem Staat ins Private verbannt, unter Todesstrafe, dann unter Zwangsbehandlung als Verrückte.

Leute von der Skeptikerbewegung sagen, das menschliche Gehirn sei nicht in der Lage, etwas jenseits von Raum und Zeit zu erfahren.

Derweil auch von Physikern attestiert wird, es könne ausser dem materiell beschränkten noch andere Universen in anderen Dimensionen geben. Derweil die wissenschaftliche Traumforschung erst gerade am Anfang steht und was aus ihr folgen wird noch völlig in der Luft ist. Sind bei den Skeptikern auch Wissenschaftler wie etwa Prof. Peter Brugger, fügen sie der Glaubwürdigkeit der Wissenschaft Verluste zu. Sie missbrauchen ihren gesellschaftlichen Status, den sie von der Wissenschaft verliehen erhalten haben. Die Wissenschaft ist für Peter Brugger diesbezüglich mehr wie ein „Theater“.

Lässt sich das irgendwie auch überprüfen, was Sie da sagen, lieber Herr Rüesch?

Schauen Sie mal in seinem Interview bei „Wissenschaft persönlich“ unter

https://www.youtube.com/watch?v=HeehGUvQ0lM nach, wo er 51:22 verkündet, dass er wohl wieder zu einem Befürworter der Möglichkeit des Empfangens von Jenseitsinformationen konvertieren würde, hätte er selber sich bewahrheitende Träume. [Wobei das esoterische Beispiel mit dem gestohlenen Fahrrad, das er da bringt, sicher kein solcher ist; da hat Peter Brugger schon Recht. Solche esoterische Traumdeuterei ist ein Fluch, vor dem man warnen muss.] Habe ich Sie etwas besänftigen können?

Ja, Sie haben sich nicht aufgebläht.

Und es ist übrigens auch überhaupt nicht notwendig, von seinen Träumen mit solchen Delikatessen wie dem Vorausschauen in die Zukunft versorgt zu werden, um auf die Idee zu kommen, da sei eine höhere Intelligenz am Werken, die aus mir selber nicht zugänglichen Ressourcen schöpfen kann und mich im Vergleich als nur 4-bis-5-Schüler [bei Höchstnote 6] aussehen lässt.

Da mache ich Widerstand.

„Übersinnlich“ tönt so esoterisch. Da sehen wir aber in die andere Seite unseres Restmenschen hinein, den die Grösseren von uns übriggelassen haben.

Ja, das ist bekannt. Sozusagen unsere eigene Esoterik, unser eigenes Geheimwissen.

Bei Esoterik denkt man einfach an die unsäglichen esoterischen Lehren, z.B. „wie im Grossen, so im Kleinen; wie oben, so unten“ oder bei den esoterischen „Schamanen“ à la Carlo Zumstein: „Alles ist ein Kreis“.

Zeit, dass man die niederwirft. Der trägt ja immer noch sein Dr.-Mäntelchen.

Da beissen Sie bei den Massenmedien aber auf Granit. Die „Übersinnlichen“ sind die Kollegen der Journalisten, Redakteurinnen, Verleger. Die Gesellschaftsspiele des „Es könnte ja sein“ und „Das weisst du eben noch nicht“ füllen denen die Kasse. Wirklich relevante Themen wie etwa Frau-Mann werden in der Tiefe nicht angefasst. Mit diesen falschen Informationen wird die Bevölkerung eingedeckt.

Die vielleicht mal liebkosen anstatt kritisieren.

Schwierig. Ich glaube, die verstehen das einfach nicht. Sie bringen das in ihrem Gehirn nicht zustande. Da ist zu wenig Reflexion. Ein Journalist der Luzerner Zeitung stellte mich als Kasperle des esoterischen Neo-Schamanismus dar. Ein paar Sätze vorher rapportierte er, dass meine Unternehmung der ursprüngliche Zustand ist. Und dass sich das bei mir nicht nur im Denken abspielt, sondern dieser ursprüngliche Zustand auch als Lebensweise und über Jahre wiederhergestellt wird, unter Schmerzen auch, hat er ja auch mitbekommen.

Der hat doch gedacht, Sie hören dann schon wieder auf mit dem „Theater“.

Der esoterische Neo-„Schamanismus“ ist vor allem bei den Frauen angekommen. Ich will da jetzt niemanden beleidigen. Viele Frauen machen ja einen ausgezeichneten Job. Esoterischer Neo-„Schamanismus“ kann aber unmöglich ein professioneller Schamanismus sein, der auch justiziabel ist.

Haben Sie eindeutige Kriterien für falschen Schamanismus? Und dass das vor allem bei Frauen ankommt, mag ich auch nicht einfach so hinnehmen.

Das analytische Denken ist immer noch vor allem Männersache. Frauen können Analytisches reproduzieren, das ist klar. Sie sind fleissig und wissensbegierig. Analytisches Denken aber bei Frauen fällt sofort auf. Da ist etwa die politische Philosophin Katja Gentinetta, da ist die Schweizer Politikerin Karin Keller-Sutter, und da ist eine Angela Merkel.

Und Prof. Peter Brugger?!

Peter Brugger ist kein Beispiel, das schreiende Ungerechtigkeit von in Spitzenpositionen gehievte schwache Männer beweist. Das Defizit, oder auch seine Eigenart, wenn Sie so wollen, liegt aber beim Ausbildungsgang. Sein Fundament ist nicht das Denken. Es ist auch nicht das Pendeln zwischen Nichts und Etwas. Er ist zuerst ein Praktiker. Ein Reset wäre da nur durch eine schamanische Ausbildung möglich, wo die Funktionsweise des Gehirns umgestellt werden kann. Aber dann könnte er nicht mehr als Leiter einer Neuropsychologie eines Universitätsspitals mit seinen 150 E-Mails pro Tag tätig sein. Geistwesen würde er aber nicht mehr in Abrede stellen, nur weil er sie mit seinem wissenschaftlichen Gerät nicht hat dingfest machen können.

Verstanden. Geistwesen sind nun halt einmal einfach kein Material. Brugger ist da eigentlich nicht besser als ein Carlo Zumstein mit seinem „Alles ist ein Kreis“.

Klar. Zumstein schaut auf Kreise und sagt, „alles ist ein Kreis“, Brugger auf Materielles und sagt: „es gibt nur Materielles.“


49) Finden Sie, Sexualität soll auch gelebt werden, wenn man nicht allein ist?

Wenn eine Tochter beim Ausflug mit den Eltern sich auf dem Rücksitz im Auto still vergnügt, ist sie dabei, ihr natürliches Potenzial zu entwickeln. Frauen tun dies bereits in der Kindheit, und die entsprechend tief liegenden Verbote sind später massgeblich am geringeren sexuellen Verlangen der Frau und den unglücklichen Beziehungen beteiligt. Geben Sie ausdrücklich die Bewilligung. Burschen und Paare sind optisch auffälliger und sind gehalten, sich in die Welt der andern Erwachsenen einzufügen. Sex ist für sie etwas Harmloses und es spricht nichts dagegen, hier zu einer zustimmenden Haltung zu kommen, wenngleich er in der Öffentlichkeit wohl auf unauffällige Erotik beschränkt bleiben wird. Zu berücksichtigen ist immer auch das Alter von möglichen Mitbetroffenen, wobei man nicht überrascht sein soll, was die sich über die sozialen Netzwerke selber oder über Freundinnen und Kollegen schon alles beschafft haben. Diese nicht aufzuhaltende Freiheit der Information spottet jeder Vorstellung, die Nähkurse besuchende Frauen und Kirchenbank drückende Männer Pubertierenden noch anzugedeihen trachteten.


48) Ich nehme in samadhi eindeutig wahr, dass eine Verkäuferin mit mir ins Bett will. Auch im Laden ist sie so herzlich, strahlt mich an. Aber wenn ich eine mögliche Überleitung zu einem persönlichen Gespräch andeute, steigt sie dann doch nicht darauf ein. Wie ist das zu verstehen?

Die Verkäuferin ist die Tiefere und unterwirft sich den Dienstvorschriften. Und sie würde mit Ihnen ins Bett gehen, wenn da die Vorschriften nicht dagegen sprächen.

Aber weshalb will sie denn nicht für den Abend oder das Wochenende abmachen?

Weil sie dann in einem andern System drin ist. Familie, Partner.

Aber ist das nicht teuflisch, so zu flirten, und dann ist dann doch immer wieder nichts?

Weshalb soll das etwas Niederes sein? Nicht alles muss ein Prozess sein. Geniessen Sie einfach den schönen Einkauf.

Aber ist es dann nicht einfach Ballast, das in samadhi zu erfahren?

Nein. Die Verkäuferin kommt Sie auch ausserhalb des Geschäfts in Gedanken besuchen. Dass das nicht auch materiell stattfindet, zeigt das Dunkle, dass wir weit von unseren natürlichen Verhältnissen, unserem natürlichen Potenzial entfernt leben. Da wäre so viel Power in unseren Beziehungen, die zum Leben erweckt werden könnte, so viel Sonnenschein. Die Gesundheitskosten würden fallen, die Produktivität steigen.

 

48a) Die Samadhi Ayurveda AG in Hochdorf (CH) teilt mit: "Mehrere unserer Kunden haben uns auf eine merkwürdige Textpassage auf Ihrer Internetseite aufmerksam gemacht. Diese habe ich Ihnen kopiert und am Ende der Mail angefügt. Leider wird unsere Firma damit in Verbindung gebracht, was wir als üble Nachrede einordnen. Wir bitten Sie, die Texte zu löschen oder den Namen bzw. die Bezeichnung Samadhi abzuändern."

Offenbar handelt es sich bei Ihrer Firma „Samadhi Ayurveda AG“ um einen Fake. Was Sie da anbieten und wie Sie das angeschrieben haben stimmen nicht miteinander überein. Das ist entsetzlich. Etikettenschwindel und Ausbeutung alten indischen Kulturgutes, wenn Sie als „üble Nachrede einordnen“, was andere im Zustand von samadhi erleben und wie man sich darüber unterhält, wie das zu verstehen sei. Chaoten sind Sie, wenn Sie das als üble Nachrede einordnen, und man kann Sie wegen falscher Anschuldigung verzeigen. Wissen Sie überhaupt was samadhi ist?


47) Mehrere Partner sollen vertretbar sein?!

Bei uns ist das der Normalfall.

Ja, okay, aber sicher nicht nebeneinander.

Finden Sie es denn vertretbarer, solche wichtigen Beziehungen zu beerdigen?

Okay, aber das macht man ja nur, wenn es nicht mehr anders geht.

Wenn ein einziger Mensch alle Bedürfnisse erfüllen muss, die nur in einer solchen Beziehung gelebt werden sollen, dann muss man sich halt schon bald wieder nach der Nächsten umschauen.

Verstehe.


46) Dass der Mann es mehr im Blut habe als die Frau, der Tiefere zu sein, scheint mir eine überaus zynische Aussage angesichts des grauenhaften Wirkens von Diktatoren wie Baschar al Assad in Syrien.

Aber schauen wir auf Präsident Rohani im Iran, wie er dem unmöglichen Donald Trump die Stirn bietet, als Unterer gegenüber dem geistigen und weltlichen Führer Ali Chamene’i mutig Befreiung anstrebt. Chamene’i könnte ihn jederzeit verstossen. Hassan Rohani ist der Tiefere, schafft es aber dennoch, seinen Zielen näher zu kommen. Das ist in einem totalitären System wie dem Iran eine Wucht. Es ist ein Triumph und müsste den Westen dazu bringen, Handelshindernisse mit dem Iran weiter abzubauen, die wirtschaftliche Situation im Iran somit zu verbessern und Rohani gegenüber den aus Zukunftslosigkeit hassenden Jungen aus der Schusslinie zu nehmen. Auch im Westen würden diese Leute in den Extremismus getrieben.

Aber schauen Sie, Mugabe.

In Gefahr etwas zu erkämpfen, Differenzen zu überwinden, sich in den Wäldern durchzuschlagen ist schwieriger zu schaffen. Das ist die Welt des Mannes. Davon waren die Frauen über Jahrzehntausende weit weniger betroffen in ihren Lagern, Zelten, Hütten, Häusern. Weil ihnen diese Fähigkeiten abgingen, waren sie auch die Tieferen, wenn die Männer zurück kamen. Aber ein von den Bedingungen der Natur abgekoppeltes System ist dann eher Frauensache. Das zieht sich auch in der Sexualität durch, und wenn diese wegen der persönlichen Entscheidungsfreiheit bei der Unlust der Frau kaum mehr stattfindet, muss sich niemand wundern, dass die natürlichen Qualitäten der Beziehung zwischen Mann und Frau verschwendet und dem heutigen Übel gewichen sind.

 

Die Untere zu sein, würde bedeuten, der Einsicht zu folgen. Der Mann beugt sich grossmehrheitlich der Einsicht der persönlichen Entscheidungsfreiheit.

 

Ohne Zwang wird es einfach nichts.

Sex und Zwang!

Ah, da sind Sie ja wieder. Was ist denn Ihr Vorschlag, damit sich die Frau durch Essen nicht unansehnlich macht?

Das muss man ihr überlassen.

Man braucht sich keine Mühe zu geben?

Das ist ihre Sache.

Ist die Beziehung weniger wichtig als der Job?

Im Job ist der Job das wichtigste, zuhause ist die Beziehung wichtiger.

Dann kann sich die verfressene Frau aber nicht wichtig machen. Man lässt die Kinder gegen Kinderlähmung, Starrkrampf ja auch impfen.

Aber die Beziehung, auch ein bisschen Fett, sind doch keine Krankheit!

Wenn man eine Beziehung nicht auch etwas managt, können sich die Defizite anhäufen, bis es nur noch zu Jammern gibt und man sich fragen muss, was man da eigentlich gemacht hat. Aber dann ist sie schon kaputt. Wäre Ihr Herz denn nicht zur rechten Zeit bereit, der Beziehung etwas zu geben; wären Sie nicht bereit, für die Beziehung auch Verantwortung zu tragen?

Ich hatte vom Bett einfach genug. Immer wieder das Gleiche.

Tja, wenn man in den Bahnen der Tradition verweilt. Aber es würde Sie in Rage versetzen, wenn er fremd ginge.

Ja!

Weil Sie Angst hätten ihn zu verlieren.

Ja.

Wegen des Bettes?!

Doch.

Aber er kann Sie ja sowieso verlassen, wenn er eine Frau findet, die er verführerisch findet.

Also wenn es nur um das Bett ginge, müsste ich mir das nochmals überlegen.

Sollte er es Ihnen sagen?

 

Was meinen Sie?

Sie vielleicht mal ganz kurz sehen. Nichts sagen, nur kurz sehen.

 

Oder auch gar nichts sagen. Was brauche ich sie zu sehen.

Ich denke, Sie haben gesehen, dass Sie in der Frage, ob Ihre Beziehung weiterlebt, in der tieferen Position sind. Beide sind in der tieferen Position. Sie lebt nur weiter, wenn beide das wollen. Also muss man dafür sorgen, dass der andere auch weitermachen will und ihm zugestehen, was für ihn den grundsätzlichen Wert einer Beziehung ausmacht. Und wenn das mit einer bloss punktuellen Sache möglich ist, und nicht in Ihrer Wohnung, dann ist es okay.

Und dass ich dann vielleicht auch wieder voll da wäre.

Ja, sie ist nur Ersatz.

Es wäre vielleicht manchmal auch besser, wenn er mich einfach nehmen würde. Das hat so etwas Wuchtiges, das auch meinen Körper einfach mitreisst.

Das ist mehr als einfach nur Befriedigung.

Es ist wirklich die Natur, die mir auch die Haare aufstellt.

Und braucht gar nicht so riesig viel Zeit, wie man manchmal meint.

… wenn man es nicht mag. :-)

Und dann auch wieder für die Figur schauen?

Das machst du dann wie automatisch.

Es läuft da manches gar nicht über den Kopf. Eine gute Freundin von mir hat mich jeweils zuerst verbal provoziert, dann auch körperlich, bis ich sie nur noch packen und wir leidenschaftlichst zusammen schlafen konnten. Und das muss nicht nur früher einmal gewesen sein!

Ja, heute ist es nicht einmal mehr ein Flirten.

Viel Erfolg!


45) Ist das nicht noch besonders, wenn ein Philosoph, es geht um den gerade verstorbenen Hans Saner, ein linksextremes Anliegen wie das bedingungslose Grundeinkommen unterstützt, das uns in den Ruin treiben würde? [Der Fragende bezieht sich offenbar auf Medienmitteilungen, die aus Anlass des Todes von Hans Saner online gestellt wurden, Material ist auch auf Wikipedia, und das Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat auf unsere Bitte hin die Sendung "Sternstunde Philosophie - Begegnung: Hans Saner und Robert Spaemann – Leben mit oder ohne Gott? - Kann man gleichzeitig vernünftig sein und an Gott glauben?" vom 24.12.2006 auf Youtube gepostet. Besten Dank Norbert Bischofberger! Wir schätzen es, Quellen solcher bedeutenden Persönlichkeiten wie dem bekanntesten zeitgenössischen Schweizer Philosophen Hans Saner und dem Deutschen Naturphilosophen Robert Spaemann dauerhaft verfügbar zu haben.]

Nun ja, es ist ja tatsächlich so, dass eine nicht unbedenkliche Zahl von Menschen davon absehen würde sich anzustrengen. Sie würden zuhause bleiben, ein bisschen mit dem Fahrrad umher kutschieren, auch vermehrt im Alkohol landen weil man so schön ausschlafen kann, dem „Stress“ bereits in der Schule abschwören. Das wäre wohl das Schlimmste für Hans Saner, was er nicht bedacht hat. Er selber lebte von der Aura des Erbes von Karl Jaspers.

 

45a) Man muss es aber schon noch sagen: Hans Saner war ein Guter, ein Lieber.

Ja, das ist wahr. Aber in der Anarchie, im Gewölk. Kein Betrüger.

Und ehrgeizig.

Unempfindlich gegenüber Strafe.

Wie meinen Sie das?

„Die reine Transzendenz und der Mensch, das sind zwei unterschiedliche Dinge. Der Mensch ist ein bisschen beteiligt an der Transzendenz, vielleicht sofern er die Möglichkeit hat frei zu sein, sofern er die Möglichkeit hat Verantwortung zu übernehmen, und sofern er die Möglichkeit hat überhaupt vernünftig zu denken.“ (Schweizer Radio und Fernsehen SRF, Sternstunde Philosophie vom 24.12.2006; 39:10)

Aber er spricht da ja von Karl Jaspers.

 Ich meine, dass das wohl auch seine Meinung ist. Bei 38:40 sagt er, sich auf Jaspers beziehend: „auch er hätte wahrscheinlich gesagt …“.

Okay, er beansprucht die Freiheit für die Teilhabe des Menschen an der Transzendenz.

Und die Strafe ist für ihn keine Lenkungsmöglichkeit, derer sich die Transzendenz bedienen könnte. Ich denke, Hans Saner hat sich da seit seinem Bruch mit seiner Ursprungsreligion gegenüber von Zwang im Zusammenhang mit Religiosität unempfindlich gemacht. Es scheint mir auch, dass bei ihm Religiosität grundlegend mit Gewalt verbunden ist. Auf die Frage von Norbert Bischofberger: „Sie haben das Thema Gewalt erwähnt. Ist denn für Sie diese Form von Religiosität mit Gewalt verbunden, von sich aus?“ antwortet er: „Wenn die Transzendenz sozusagen auf die Erde geholt wird, ja, dann würde ich glauben, dass die Gewalt fast notwendig kommt, und wenn es dann auch noch so ist, dass diese Form der Religiosität ein Offenbarungsglaube ist, der den Anspruch macht, dass die Wahrheit direkt von Gott kommt, gegeben ist von Gott, und dass es vielleicht die einzige Wahrheit ist, die voll und ganz die Wahrheit ist, dann haben Sie das Problem der Ausschliesslichkeit, und die Ausschliesslichkeit ist an sich gewalttätig.“ /

/ Es sei ja aber nicht einzusehen, weshalb die sich auf Gott beziehenden Systeme auf Gewalt verzichten sollten. Die andern brauchen die ja auch.

Genau. Hans Saner hat einfach die Spiritualität fort gestossen. Die Situation in seiner Ursprungsfamilie war so, dass er das in seinen Charakter eingebaut hat. Das war dann endgültig.

Und Robert Spaemann hatte dann ein leichtes Spiel aufzuzeigen, dass der Kern die Aggressivität des Menschen ist und der Atheismus viel mehr Tote erfordert hat als je ein universalistischer Gottesglaube (42:22).

Worauf Hans Saner die von ihm produzierte Unwahrheit sofort überdeckt mit dem Buddhismus, der ohne Gott auffällig gewaltfrei sei. Aber damit hat er wohl Gott für den Satan gehalten, Gott für die Ursache der Gewalttätigkeit. Hans Saner kann da nichts mehr dazulernen.

 

45b) Wie kann jemand in der Anarchie sein, im Gewölk, und dennoch ein Guter, ein Lieber?

Hans Saner ist ein Gewinner-Typ. Er hat eine Charakter-Prägung als Gewinner. Andere sind Verlierer-Typen, und wenn sie mit etwas nicht grad durchkommen, sehen sie sich in ihrem Dasein sofort als Scheiternde bestätigt und knicken ein. Gewinner/innen lernen aus einer Niederlage ebenfalls nichts, sondern überdecken sie durch allerhand Ränke. Das ist das Niedere bei Hans Saner. In der Sternstunde Philosophie erhält er bei seiner Aussage: „Transzendenz auf der Erde = ziemlich sicher Gewalt“ von Robert Spaemann eins auf den Deckel. Das bringt ihn aber nicht wie einen Verlierer zum Stottern, nicht wie einen Wachsenden zur Korrektur seiner Lehre, sondern wie einen Dummkopf zur Wiederholung des gleichen Fehlers. Er fügt den ihn zum Scheitern bringenden Aussage von Robert Spaemann auf eine Weise an, dass man meinen könnte, er würde Spaemann korrigieren können und die Oberhand behalten. Hans Saner ist auch ein Inszenierer und setzt seine Sprechweise und Gestik gekonnt dafür ein. Schaut man aber auf die Inhalte, worum es bei der Philosophie ja eigentlich gehen sollte, wiederholt Saner nur gerade den Fehler, dessen er gerade überführt wurde, am neuen Beispiel des Buddhismus (42:38: Mit gehobenem Zeigefinger, nachher doppelt erhobenen Händen, um so viel Aufmerksamkeit wie möglich auf seine Aussage zu lenken und damit seinen Fehler von vorhin vergessen zu machen: Man darf nicht vergessen, dass es auch Religion ohne Gott gibt. Der Buddhismus sei auffallend gewaltfrei, weil er keinen Gott habe). Weil er für Freiheit, Gewaltfreiheit und dgl. plädiert, erscheint er vielen als Guter und Lieber. Sobald er aber Regierungs- oder gar Justizverantwortung übernehmen müsste, würde seine Anarchie hoffnungslos auf die Bevölkerung durchschlagen, resp. die dort ja auch zur Genüge vorhandene Anarchie durch Recht und Ordnung nicht mehr in den doch immerhin noch recht zivilisierten heutigen Bahnen halten können.

Sollte man vielleicht mal Herrn Bischofberger unter die Nase halten, weshalb er da nicht interveniert hat.

 

45c) Bei der Person von Jesus von Nazareth wird es hitzig. Hans Saner distanziert sich energisch von der Vergöttlichung eines Menschen. Wie ist Ihre Einschätzung?

Jesus Christus wird diesbezüglich tatsächlich überbeansprucht. Das menschliche Geschöpf nicht nur als Freund von Gott darzustellen, sondern als quasi eine Falte eines dreifaltigen Gottes, gleichzeitig aber immer noch als ganz normalen Menschen wie Sie und ich, ist höchst sinnvoll, da sich unser Gehirn damit auf ein gleichartiges Du einstellen kann, das sich jedoch in der geistigen Welt befindet. Damit wird eben gerade die Gefahr von etwas bloss Abstraktem, von einem blossen Gedanken oder „Gedankending“ (07:37), wofür verschiedene Philosophen Gott und die Verstorbenen halten, gebannt. Wenn wir ein solches gleichartiges Du im Geistigen haben, kann damit, anders als bei einem Ding, auch gesprochen werden. Weiter darf man aber mit etwas Menschenhaftem nicht gehen, wenn es um Gott geht, und ich möchte auch Herrn Spaemann in Erinnerung rufen, dass sich die Christinnen und Christen nach dem Tod von Jesus Christus direkt an Gott, resp. Gottvater, wie viele mit dem Dreifaltigkeitssystem sagen, wenden dürfen. Nach den Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium ist der Heilige Geist „Beistand“ für die Jünger und Lehrer an Jesu Stelle (Joh 14, 16-17 und 16, 13-16). Ich würde unbedingt vorschlagen, das so zu handhaben, denn andernfalls hat man immer irgendwie ein menschliches Wesen in der Leitung mit seinem irdischen Datenmaterial und der ganzen zeitgeschichtlichen Gebundenheit. Ich denke, es ist richtig, dass Philosophen gegen die Vergöttlichung eines Menschen Sturm laufen. Ich selber habe mich über mehrere Monate viele Stunden am Tag, wie ich bete und meditiere, an Jesus Christus gewandt. Es ist mir dabei immer schlechter und schlechter gegangen, bis mir aus gesundheitlichen Gründen nichts anderes mehr übrig blieb, als mich von ihm zu lösen. Sich an Jesus Christus zu wenden, verhindert Mystik und kann nur gut gehen, wenn es oberflächlich bleibt.

 

45d) Einerseits schreiben Sie sehr viel über Ihre Lehre, anderseits scheint es mir eigentlich nicht möglich, sie zu verwirklichen. Wie kann denn nun das Transzendente, der Kosmos auf die Erde geholt werden, wenn es einerseits höchst sinnvoll ist, einen ganz normalen Menschen wie Sie und ich dort zu haben, damit das Gehirn auf die gewohnte Weise kommunizieren kann, wenn dieses Menschenhafte der Erkenntnis von Transzendentem dann aber doch wieder im Wege steht?

Ich meine, dies sei die effizienteste Methode, wie ich es beschrieben habe. Sie brauchen sich aber nicht so lange an ein menschenhaftes Wesen im Jenseits zu richten, bis es Ihnen nicht mehr gut tut, sondern nur bis Ihnen diese Einstellung des Gehirns klar ist und sie den Adressaten auflösen können von zum Beispiel Jesus Christus zu Gott, oder von einem geliebten verstorbenen Ahnen zum Grossen Geist. Mehr kann ich Ihnen hier nun aber nicht mehr mitteilen. Es kommen da persönliche Themen, die im Rahmen des Basisseminars bearbeitet werden.

Was können denn das für persönliche Themen sein?

Zum Beispiel wenn jemand ein Rassismus-Problem hat. Das Auflösen zum Absoluten erfolgt schritt- oder stufenweise entsprechend den persönlichen Limitierungen. Wenn da Hilfe benötigt wird, erfolgt das mündlich. Eine interessante Beobachtung, die vermutlich alle machen, ist dass wir von „Natur“ aus diebisch sind und zuerst wie ein Mönch resp. eine Nonne lernen müssen, nur zu nehmen, was uns gegeben wird, auch dass wir bei Erfolg nicht aussuchen können. Wir sind in diesem Bereich nicht urteilsfähig und würden nur Verrat begehen. Wir erkennen, dass es das mit Abstand Beste ist, diesem Grossen Geist dienen zu können und von ihm ernährt zu werden, wie er es für richtig befindet. Wir lernen aus Erfahrung, dass wir nichts zu befürchten haben, wenn wir da verbunden sind. Wir sehen, dass diese höhere Macht ohne Grenzen tatsächlich existiert und dass es nur töricht wäre, sich ihr nicht hinzugeben. Alle Grenzen zu ihr öffnen.


44) „Ritual“ ist ein Begriff, den man im Zusammenhang mit Schamanismus immer wieder hört, nicht jedoch bei Ihnen. Was ist damit?

Ich finde, man kann das Wort verwenden, um bei etwas immer wieder gleich Ablaufendem zu betonen, dass es etwas Besonderes ist. Ich verwende „Ritual“ in meinem Begriffssystem in diesem Sinne in Reinkultur für das Spezielle und das Einzige, was aus dem Chaos der möglichen Wege zuverlässig auswählt, was zu nachhaltiger Höchstleistung führt. Mit dem im Verhältnis verschwindend kleinen Aufwand einer Ferienwoche stellen wir eine auch im  Alltag aktivierbare Verbindung zu einer Instanz in uns her, die anscheinend denkt, Bilder sendet, Worte, Töne, auch Gerüche und Geschmacksempfindungen, sodass man auf die Idee kommt wie zu schlafen, wenn man das nicht hat. Da muss ein Zentrum sein, und in dieser Ferienwoche überwinden wir das Schlafen.


43) Osho [der indische Guru, früher „Bhagwan“] hat den Yoga auch kritisiert. Im „The Book of Secrets“, Talk #32 schreibt er: „Aber der Weg des Yoga ist sehr schwer. Es ist einfach unmöglich, beinahe unmöglich, das Ego zu perfektionieren. Das würde bedeuten zum Zentrum des gesamten Universums zu werden. Der Weg ist sehr lang, anstrengend, und wirklich, er endet nie. Was geschieht also mit den Anhängern des Yogapfades? Manche wenden sich dem Tantra zu. Intellektuell ist Yoga erfassbar, existentiell ist es nicht zu erfassen. Wenn es für dich möglich ist, wirst du mittels Yoga auch ankommen, aber im Allgemeinen passiert das nicht. Selbst wenn es gelingt, gelingt es sehr selten, so wie einem Mahavira. Manchmal vergehen Jahrhunderte über Jahrhunderte, und dann erscheint ein Mann wie Mahavira, der durch Yoga zum Ziel gekommen ist. Aber es ist selten, eine Ausnahme, und es bricht die Regel. Aber Yoga ist anziehender als Tantra. Tantra ist einfach, natürlich, und du kannst durch Tantra sehr einfach ankommen, sehr natürlich, mühelos. Und darum zieht dich Tantra nicht so sehr an. Warum? Alles was dich anzieht, zieht eigentlich dein Ego an. Was auch immer dein Ego erfüllt, zieht dich stärker an. Du bist in deinem Ego gefangen, darum zieht dich Yoga sehr stark an.“

Vielen Dank für diesen Hinweis! Ich habe eine grosse Liebe an Osho verloren. Seit mehr als 20 Jahren treibt sie einen riesen Aufwand mit ihm. Aber sie kommt nicht voran. Ich habe sie nie verstanden, dass sie durch Zuckersachen Befriedigung sucht, selbst an Nikotin und Alkohol hängt, wenn sie doch sagt den Atem zu kennen, der allenfalls aufkommende Unlust umgehend heilt; ihren Körper zu fühlen, der auch durch heutzutage fast jederzeit mögliche Sexualität in Ekstase versetzen kann. Unsere Beziehung ist zerrüttet. Aber sie ist mir immer noch wertvoll.

 

Auch ein spirituelles System muss sich am Erfolg ihrer Anwendenden messen lassen. Wenn man nach 20 Jahren Bemühens immer noch Gutzi [Zuckerwerk] reinstecken muss, obwohl man mit dem Körpergewicht zu kämpfen hat das grosse Geschenk des Atems nicht öffnet, anstatt Sexualität in einer oberklassigen Beziehung zu leben lieber Stunden in der Küche steht, die Wohnung putzt, raucht und auf Kosten der Sozialwerke lebt, sei auf das symbolische Kämmen der Haare im Video bei 50:19 (Aussenplatte F, Bild hier bei Ziffer 30) hingewiesen.

 

Osho hat immer wieder ausprobiert. So entstanden in Poona gegen 80 von ihm so genannte Therapieformen. Klar war das die Einnahmequelle, wie Wikipedia hämisch titelt, aber es ist doch auch davon auszugehen, dass er diese Dinge tatsächlich wollte. Später mistete er das Dickicht aus, sprach nur noch von Zen und nahm auch einen entsprechenden Namen an. Ich würde ihn aber nicht als Betrüger bezeichnen. Er war ein mehr oder auch weniger sorgfältiger Suchender, der gerne kommunizierte und damit den Nerv der Zeit traf.  Er hat viel Aufruhr verursacht und viel Nonsens verbreitet. Für Läufer/innen zitiere ich aus seinem „The Book of Wisdom“, #23: „Es kann beim Laufen geschehen. Wenn du jemals ein Läufer warst, wenn es dir gefiel, am frühen Morgen zu laufen, wenn die Luft frisch und jung ist und die ganze Welt aus dem Schlaf kommt, gerade aufwacht, und du bist gelaufen und dein Körper funktionierte wunderbar und die frische Luft und die neue Welt, aus der Dunkelheit der Nacht wiedergeboren, und alles singt um dich herum und du fühltest dich so lebendig ... dann kommt ein Moment, in dem der Läufer verschwindet und nur Laufen da ist. Körper, Geist und Seele fallen in Einklang und plötzlich entlädt sich ein innerer Orgasmus.“ - Nun, Laufen ist mittlerweile ja auch ein Job, aber etwas wie ein Orgasmus beim Laufen ist auch seit dem Marathon von Athen nicht bekannt und ja auch überhaupt nicht erwünscht. Osho beschreibt die Stille, das Verschwinden des Denkens wie im Zen. Sicher wirkt das heilend auf Körper und Geist, aber mit Orgasmus hat das also gar nichts zu tun. Ich weiss nicht, ob Osho selber den Orgasmus nicht gekannt hat oder ob er einfach seine Macht über seine Anhänger genoss, dass sie alles von ihm blind hinnahmen. Der Orgasmus, wenn wir ihn auch vom Geschlechtsakt lösen, entsteht aus einer angenehmen Spannung, die anders als im Sport kaum als Anstrengung erlebt wird, und bei den Frauen typischerweise überhaupt nicht. Beim Laufen hingegen ist eine Anstrengung die Ausgangslage, die dann eher unauffällig in einen wunderbaren Flow übergeht, Leichtigkeit trotz Leistung, dem Gefühl das könne ewig so weitergehen. Dem gegenüber steigt die Erregung beim Orgasmus stetig an, ist kaum noch erträglich, überwältigt die Kontrolle des Ego –  diese Verlaufsänderung, die am ehesten noch mit dem Orgasmus, jedenfalls einem Teil, verglichen werden könnte, wird anders als beim Laufen in der Regel präzis und deutlich registriert – bringt unbewusstes Material an die Oberfläche. Diese unwillkürlichen, eruptiven Kontraktionen lösen jeden Antrieb, jede Spannung total auf, sind auch äusserlich wahrnehmbar, und selbstverständlich will da niemand auch nur noch einen Schritt mehr tun. Der Körper ist nur noch wie eine wohlige Hülle [gemäss Ziff. 53b selbstverständlich korrigiert zu: "Der Körper ist voller wohliges Leben"] und man muss aufpassen, dass man nicht das Bewusstsein verliert. Der Orgasmus ist zudem etwas Geschlechtliches, das Trennung heilt. Das ist das Wahre, und Osho würde ich jetzt also wirklich ein für allemal vergessen.


42) Die Aufklärung sei letztlich ein christlicher Gedanke, sagt [der Parteichef der Schweizer Christlichdemokratischen Volkspartei CVP] Gerhard Pfister im Weihnachtsinterview der Sonntagsausgabe der Luzerner Zeitung, der "Zentralschweiz am Sonntag". Mehr als ein Trick, um das Christentum in den Rechtsstaat, die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaftsordnung nochmals hinein zu schmuggeln?

Jesus und viele seiner Nachfolger haben das nicht so gesehen. Sie richteten sich nach Gottes Wort, nicht nach dem menschlichen Gesetz. Schwer verständlich, dass Gerhard Pfister ihre nicht selten tödliche Strafe vergessen hat. Das wird wohl politisch sein.

Aber der Verstand, worum es in der Aufklärung ganz zentral geht, ist doch auch göttlich.

Ah, Sie sprechen von Galileo Galilei, der Unterdrückung der Sexualität ausserhalb der Fortpflanzung, der in Kirchenkreisen verbreiteten Pädophilie?

Aber ist das Christentum nicht erneuerbar?

Es geht ihm noch zu gut.

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"Aufklärung ist ein christlicher Gedanke"
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(Weitere Beiträge zur Familien- (Frau-Mann-) Debatte: Ziff. 31 und 40)


41) Die einen möchten sicher noch mehr über die Sexualität hören, andere sehen etwas anders: Wie machen Sie das, dass man nicht aus dem Raster fällt oder nicht schnell genug versteht?

Jede und jeder hat seine Art und Geschwindigkeit.

Geht das miteinander?

Wir haben da eine ausgeklügelte Technik. Das geht.

Wie sieht denn das aus?

Wie ein Wagen in seine Einzelgarage einfährt. Tor ist bereits geöffnet. Es ist bequem.

Können Schwangere mitmachen?

Bei der partnerschaftlichen Planung und im Netzwerk sicher. Bei den Seminaren und Trainings braucht man eine gewisse Fitness im Ausdauerbereich. Wenn Sie ins Schnaufen kommen, macht das nichts, aber sie sollten ein paar Stunden wandern können.

Gibt es eine Erfolgsgarantie?

Eine Garantie nicht, aber die Erfolgsquote, dass Sie Erscheinungen haben und diese im Alltag mit geringem Aufwand wieder erzeugen können, ist sehr hoch, und falls das einmal nicht gelingen würde, erhalten Sie eine zweite Teilnahme geschenkt. Sie bezahlen dann nur noch Reise und Hotel.

Ist das auch eine Partnerbörse?

Eindeutig nicht. Die Orientierung ist nach innen, und bei der partnerschaftlichen Planung sind wir personalthemen-, manchmal auch sachthemen-zentriert. Kollisionssachen sind genügend schlimm. Die Pausen braucht man für sich. Die 7-Tage-Veranstaltungen sind auch bestens geeignet um das Rauchen aufzugeben.

Aber in einer Ausbildung könnte man doch schon jemanden kennenlernen, oder?

In allererster Linie lernen Sie jemanden kennen, der immer schon da war. Einige meinten, diesen als erstes in Bischöfen und Priestern anzutreffen, andere in der Natur, wieder andere in der Philosophie, aber immer wurde er zum Verschwinden gebracht, sonst wären Sie jetzt nicht hier.

Was bringt das?

Es ist, wie wenn Sie sich auf die Welt bringen würden.

Und der Alte stirbt?

Ich vermeide das indirekt. Aber der Alte bringt immer wieder das Selbe, und so unterwerfe ich mich dem Nicht-selber-Denken. Das ist aber gar nicht so einfach, denn es denkt unaufhörlich in mir, aber von niederer Qualität. Da sind auch riesige Speicher von schon Gedachtem, schon Erfahrenem, und es wäre mir allzu bequem, das so oder ähnlich zu wiederholen. So spreche ich ein Gebet. Haben Sie Angst zu beten?

Sollte ja nicht gefährlich sein.

Dann würde ich auch verzichten. Aber was heisst schon gefährlich?

Wenn ich etwas verliere.

Wenn Sie dafür aber etwas anderes erhalten? Sie sollten sich mit einer Verlustgrenze schützen. Sagen wir, wenn Sie wissen, Sie können gurgeln, sind Sie vielleicht ja bereit, Schluckweh [] auf sich zu nehmen. Wo ist Ihre Grenze, dass Sie es als Schiffbruch betrachten würden?

Das müsste ich mir noch überlegen.

Diesen Hemmschuh würde ich als Erstes beseitigen. Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Sie könnten bereit sein auf sich zu nehmen, was keine erheblichen, nicht mehr wiedergutzumachenden Schäden verursacht.

Ja, was innert nützlicher Frist wieder heilt, kann ich riskieren.

Diese Programmierung können Sie wie eine Radierung abspeichern. Es ist ein Vertrag mit dem Schicksal, mit dem Kosmos, einer übergeordneten Warte, so sicher wie der Tod. Und sie wird Ihnen überdurchschnittliche Erfolge einbringen.

Kann man das wieder ändern?

Schon. Ist aber suboptimal, wie ein Bauwerk, dessen Pläne man während der Erstellung ändert.

Ich dachte, was Sie machen, sei mehr oder weniger Zen.

Schon nicht. Sie kennen vielleicht das Video von Meister Kosen Thibaut, wo er dem Wein huldigt. Diesem würde ich abschwören. Alkohol wirft zurück. Der Meister, die Meisterin sollten den direkten Weg zeigen. Wenn dann Schülerinnen resp. Schüler davon abweichen, ist das manchmal vielleicht nicht anders möglich. Wenn das aber der Meister, die Meisterin tun, setzt das einen völlig falschen Impuls und wirft zudem ein schlechtes Licht auf die dargereichte Qualität auch im Weiteren. Der Meister, die Meisterin sollten auch im Alltag das Niveau des Sesshins, des Tempellebens halten, und dort gibt es keinen Alkohol. Alkohol ist eine Droge, eine zugeführte Substanz, die im zentralen Nervensystem eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Wirkung hervorrufen kann. Dazu zählen auch der aufputschende Kaffee und der Tee. Sehen Sie den Unterschied?

Ja, und die Wurzel ist ja auch eine andere.

Die Wurzel ist die gleiche. Mahakashyapa, der erste Nachfolger Buddhas, lebte in der Natur. Anarchie ist erst später dazu gekommen. Darf ich Sie für die Wurzel, die Entstehung des Schamanismus auf das Video verweisen?

Schau ich mir an. Ich sehe einfach das Problem, dass man von den Vätern in der Art, wie Sie sie in Ihrer Generation noch gehabt haben, genug hat. Da war zu viel Leidvolles. Ich denke, deswegen gehen viele zur Konkurrenz.

Ich habe tatsächlich noch Eheleute gesehen, die haben sich „Sie“ gesagt. Aber mit dem Alkohol ist es eben auch nicht getan.

Können Sie denn immer so streng zu sich sein?

Ich mache „Glückshormondusche“ mit Ausdauersport und dann Sauna, auch Massage.

Verstehe. Das sind eben schon grundsätzliche Unterschiede. Es ist eigentlich eine Psychologie des Erfolgs. Da kann man glaub ich kaum etwas dagegen halten. Auch einen strafenden Gott haben Sie glaub ich nicht. Das sind glaub immer Lern- oder Entwicklungsaufgaben, dann belohnt mit neuen Fähigkeiten. Und Gott kann durchaus auch verschwinden, ins Unbewusste. /

/ Entschuldigung, dass ich unterbreche. Setzen Sie jetzt zur Krönung an? Das habe ich alles nur empfangen.

Ich meine, das kann man wirklich brauchen. Vor allem dass das kein strafender Gott ist, finde ich fantastisch. Da bräuchte er ja auch nicht zu verschwinden.

Für viele ist er verschwunden, für viele auch zu einer blossen Glaubenssache verkommen, für andere ein Konstrukt. Aber er ist da, wenn wir ihn nicht verscheuchen. Wir können ihn erfahren. Er ist etwas Höheres. Wir sind tiefer. Viele sind in eine Welt hinein geboren, in denen der Mensch als die Krone der Schöpfung gilt. Hinter dem Vorhang aber gibt es Gott, den Kosmos, das Unbewusste.

Was mich einfach noch nicht wirklich begeistert, sind Ihre schweren Konflikte.

Die Begeisterung kommt, indem ich damit meine Aufträge erfülle. Da habe ich mich seit längerem etwa als Bauökonom schon daran gewöhnt, wenn ich mich für die Interessen der Bauherrschaft gegen auch namhafte Architekten durchgesetzt habe, die der Anlage etwa durch immer auch nur subjektive Schönheit zu sehr Grenzen gesetzt haben.


40) Mich stört, dass man manchmal einfach von Frauen spricht, oder auch Männern. Die Menschen können doch recht verschieden sein.

Klar. Aussagen aus der Forschung über eine bestimmte Qualität (Eigenschaft) müssen denn auch möglichst quantifiziert sein, das heisst mit einer Häufigkeit oder Mengenangabe versehen. Anderseits richten sich Kinder nach Vorbildern aus, und da scheint es mir unbedingt erforderlich auf gewisse Qualitäten von Frau und Mann hinzuweisen, die diese haben oder eben auch nicht haben sollten, damit es miteinander nach oben gehen kann. Und gewisse Fähigkeiten sind auch für beide wichtig, etwa dass man sich zentrieren kann.

Sich zentrieren?

Junge Menschen sind hilflos, wenn die Aussenwelt zu sehr auf sie einwirkt. Auch wenn es nicht krankhaft wird, sehen wir immer wieder Menschen, die können gegenüber andern nicht herzlich sein. Sie lächeln nicht, bleiben emotional auf Distanz. Andernfalls würden andere gleich wie Freunde. Auch sexuelle Annäherung von Leuten ausserhalb ihrer „Sippe“ können diese befürchten, und die Dynamik der Geschlechter hat fatalerweise ja auch dazu geführt, dass das in Form von Übergriffen auch geschieht. Wir sind da in einem Zustand von Anarchie, von umgestürzter Ordnung, Fehlordnung.

Man will ja nicht von Wildfremden schwanger werden.

Das ist gut gesagt. Und so ist man im Zustand von Gefahr. Aber realistisch ist das ja nicht. Dennoch ist man im Stress, schwitzt, muss das Gegenüber kontrollieren. Heisst es dann noch, man sei hübsch, tauchen Erinnerungen an ähnliche Vorfälle auf, die Aussenwelt gerät etwas beiseite. Ist das Gegenüber alkoholisiert und nimmt unsere Abwehr nicht wahr, verlieren wir unsere Zentrierung weiter, wir geraten ausser uns und die Aussenwahrnehmung wird deformiert. Verbotene Positionen werden ohne Zuordnung von innen resp. aussen aufgenommen. Die subjektive und die objektive Wahrnehmung können auseinanderfallen. Was da von Frauen aus den Wandelhallen des Nationalrates berichtet wird, ist typisch. Falsche Wahrnehmung wird aber auch schon in ganz normalen Situationen vorgeworfen. Abgesehen davon kann es aber sicher auch sein, dass einem Mann in entsprechendem Dampf mal die Kontrolle durchbrennt.

Einem jüngeren Mann, müssten Sie sagen. Bei den älteren ist da sicher nicht mehr viel los.

Der „Sherif“ muss die objektive Wahrheit zugrunde legen, egal wieviel „Dampf“ ein Mann da hat. Und wenn ich so vernehme, wie Yannick Buttet in seiner Gemeinde so wahrgenommen wird – das Dorf steht ja geschlossen hinter ihm – würde ich mich in der heutigen, politisierten Sexismusdebatte, abgesehen von einzelnen Nationalrätinnen in der Art von Karin Keller-Sutter, nicht auf Aussagen abstellen, sondern nur auf einen objektiven Beweis, z.B. Videoaufnahmen. Wir müssen aber unbedingt darauf hinarbeiten, dass zwischen den Geschlechtern wieder Friede einkehrt! Es ist ja wirklich extrem, wenn man sieht, wieviel Raum da nur schon in einer doch offiziellen Sendung des Schweizer Radio und Fernsehen SRF wie dem „Club“ dem Mann da noch gelassen wird. Und Roger Köppel ist ja nun wirklich nicht auf den Mund gefallen. Ziffer 36 hier gibt einen Überblick über die verheerende Gruppendynamik dieser Sendung „#MeToo im Bundeshaus“, angekündigt um die Wurzel von Sexismus zu ergründen und einen guten Umgang miteinander zu finden (02:05), den Auslöser der Krise aber, im Besonderen Probleme in der Ehe, und im Allgemeinen die Sexualität, wurden mit keinem Wort diskutiert. Das macht mich betroffen.

Bei der Gelatine sagt man auch nicht, dass die aus Tierkadavern hergestellt wird.