Schlimm war die Ausrottung des Schamanentums hierzulande durch den fränkischen König Chlodwig I. (466 – 511).

Die meisten dieser Figuren in Buddha-Posi­tion wurden zerstört. Das Wissen ging unter.

Rückseite von Objekt Nr. 1319 aus dem Recueil général des bas-reliefs [, statues et bustes] de la gaule romaine (Generelle Sammlung der Halbrelief [, Statuen und Büsten] des römischen Gallien), Band 2, 1958, Seite 261, des Archäologen Émile Espérandieu. Fundort Saintes (Region Nouvelle-Aquitaine, Département Charente-Maritime).

Die weibliche Figur auf der linken Seite sitzt auf einer Bank oder dgl., was die Besonderheit der sitzenden Stellung der Figur in der Mitte zeigt, die zusätzlich zur Betonung der Bedeutung von zwei Stieren getragen wird. Die Stiere sind nicht einfach da, um einen Wagen zu ziehen. Das wird rechts deutlich, wo die Unterlage direkt auf den Hörnern aufliegt. Man will da keinen Transport zeigen, sondern die Kraft der Figur in der Burmese-Position. Die Kraft, die sie da ganz zentral aus der Meditation schöpft, hat sie dann auch stehend. Auf dem Foto nicht so gut erkennbar, kann sich die Figur rechts auf eine enorme Keule mit gewiss tödlicher Wirkung stützen. Bemerkenswert auch, dass sich dieses Halbrelief wie zum Verstecken auf der Rückseite einer deutlich belangloseren Darstellung (kleines Bild rechts) befindet. Und dennoch konnte die zentrale Figur nicht davor bewahrt werden, mit einem Hammer oder dgl. geköpft zu werden. Das ganze Ensemble ist 84 cm hoch, 77 cm breit und 32 cm tief. Aber auch auf der ablenkenden Seite konnten es die neuen Herrscher nicht lassen, die Figur mit den gekreuzten Beinen zu demolieren.

Objekt Nr. 131, Band 1, 1957, Seite 108; 1.25 cm hoch, 59 cm breit, Fundort Velaux (Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, Département Bouches-du-Rhône), auf einer Bergkuppe. Der Archäologe Salomon Reinach datiert die Statuette auf das 5. Jh. v. Chr. Eine Skulptur von solcher Schönheit wird nicht aus Unachtsamkeit derart beschädigt.